Anfrage der CDU-Ortsbeiräte zu den vielen Bauschuttablagerungen auf den Wickerer Feldwegen

3. Oktober 2014

Die Wickerer Ortsbeiräte der CDU haben in einem umfangreichen Fragenkatalog den Magistrat um Auskunft zu den vielen Bauschuttablagerungen gebeten, die gerade in jüngster Zeit vermehrt auf den Wickerer Feldwegen vorgenommen worden sind.

In Wicker regen sich die Leute auf über den Bauschutt und anderes Material, das in den letzten Monaten vermehrt auf den Feldwegen abgelagert worden ist. Ortvorsteher Christopher Willmy ist der Sache nachgegangen und will dieses Thema im Ortsbeirat zur Sprache bringen. Die Wickerer Ortsbeiräte der CDU haben im Vorfeld dieser Sitzung jetzt den Magistrat in einer offiziellen Anfrage um die Beantwortung von 12 Fragen zu diesen Vorfällen gebeten.

„Aus den Reihen der Wickerer Bürgerschaft, von Landwirten, Grundbesitzern und Spaziergängern, häufen sich die Beschwerden über die Ausbringung verschiedener Materialien auf einer ganzen Reihe von Wirtschaftswegen in der Gemarkung Wicker“, schreibt Ortsvorsteher Christopher Willmy in der Anfrage. „Hierbei wird insbesondere berichtet, dass auf vielen Wegen eine Art rotes Granulat aufgetragen wurde, welches sich bei Regen in Schlamm verwandelt, der kaum passierbar ist. Dabei werden auch verschiedenste Vermutungen über die Art des Granulats (Tennisplatzreste, belastetes Material aus dem Straßenbau, Abfälle aus der Sandsteingewinnung) geäußert.“

Über dieses Granulat sei dann an verschiedenen Stellen Bauschutt gekippt worden, der teilweise nur sehr grob zerkleinert war und auch scharfkantige Scherben enthält, wodurch es beispielsweise bei Hunden schon mehrfach zu Verletzungen kam.

Darüber hinaus seien Wirtschaftswege teilweise erheblich erhöht und auch deutlich verbreitert worden. Die Materialien seien dabei so nachlässig aufgebracht worden, dass sie auch auf die benachbarten Felder gelangten. So seien im Bereich des Naherholungsgebiets Flörsheimer Schweiz auch Graswege nunmehr erheblich erhöht , verbreitert und mit großen Mengen an Granulat und Bauschutt nachhaltig verändert worden.

„Die Sorge der Bürger ist groß“, begründet der Ortsvorsteher die Anfrage abschließend, „dass hier ungeeignete und eventuell sogar belastete Materialien verwandt wurden. Es ist daher dringend erforderlich, Klarheit über die Zulässigkeit und Geeignetheit dieser Veränderungen zu gewinnen.“

Anfrage der CDU-Ortsbeiräte im Ortsbeirat Flörsheim-Wicker: 

Situation der Wirtschaftswege in der Wickerer Gemarkung

Der Magistrat wird um Beantwortung der folgenden Fragen gebeten:

  1. Auf wie vielen und auf welchen Wirtschaftswegen in der Gemarkung Wicker wurden im Jahr 2014, insbesondere ab August 2014, Materialien ausgebracht?
  2. Wer hat diese Ausbringung beauftragt?
  3. Warum wurde die Ausbringung beauftragt?
  4. Welche Materialien wurden hierbei verwendet?
  5. Sind die verwandten Materialien geeignet für die Erstellung/Aufarbeitung von Wirtschaftswegen?
  6. Soweit Bauschutt oder ähnliches Material verwandt wurde, ist auszuschließen, dass dieses mit anderen Materialien (Metall, Gummi, Dämmmaterial u.a.) verunreinigt ist und wurde es auch so verarbeitet, dass es auf einem Wirtschaftsweg ohne Gefährdung von Mensch und Tier ausgebracht werden kann?
  7. Kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem verwendeten Material/Bauschutt um belastete Materialien handelt?
  8. Warum wurden Grünwege, die teilweise im Naherholungsgebiet Flörsheimer Schweiz liegen, nunmehr in breite Wege mit Bauschuttauflage umgestaltet?
  9. Gab es für die Ausbringungen und insbesondere auch für die komplette Umgestaltung von Wegen Genehmigungen seitens der Stadt?
  10. Sind die Naturschutzbehörden über die Ausbringungen informiert und/oder haben sich diese dazu geäußert?
  11. Wie viele an die Wege anliegende Grundstücke wurden durch die Aufbringungen belastet, bzw. wie viele Anlieger sind durch die Erhöhung und Verbreitung der Wege. in der Nutzung ihrer Grundstücke eingeschränkt worden?
  12. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Belastungen der Anlieger wieder zu beseitigen?

Begründung:

Aus den Reihen der Wickerer Bürgerschaft, von Landwirten, Grundbesitzern und Spaziergängern häufen sich die Beschwerden über die Ausbringung verschiedener Materialien auf einer ganzen Reihe von Wirtschaftswegen in der Gemarkung Wicker.

Hierbei wird insbesondere berichtet, dass auf vielen Wege eine Art rotes Granulat aufgetragen wurde, welches sich, bei Regen in Schlamm verwandelt, der kaum passierbar ist. Dabei werden auch verschiedenste Vermutungen über die Art des Granulats (Tennisplatzreste, belastetes Material aus dem Straßenbau, Abfälle aus der Sandsteingewinnung) geäußert.

Über dieses Granulat wurde dann an verschiedenen Stellen Bauschutt gekippt, der teilweise nur sehr grob zerkleinert war und u.a. auch scharfkantige Scherben enthält, wodurch es bei Hunden schon mehrfach zu Verletzungen kam.

Bereits in der Vergangenheit konnte bei ähnlichen Arbeiten an Weges festgestellt werden, dass u.a. auch Kabel und Metallteile aufgebracht worden waren, es ist daher auch festzustellen, welcher Bauschutt verwendet wurde und, ob dieser klein genug für eine Aufbringung auf Wirtschaftswegen und nicht verunreinigt ist.

Darüber hinaus wurden Wirtschaftswege teils erheblich (um ca. 30 cm) erhöht und auch über die vorherigen Maße hinaus deutlich verbreitert. Die aufgebrachten Materialien wurden dabei so aufgebracht, dass diese auch auf die benachbarten Felder gelangten. Auch wurden zuvor mit reinen Spurbahnen befahrbare (Grün-) Wege so aufgefüllt, dass diese nunmehr nicht mehr nur schmale Fahrspuren aufweisen, sondern über die gesamte Breite mit Materialien/ Bauschutt bedeckt sind. So sind auch Wege im Naherholungsgebiet zwischen Flörsheimer Warte und Wiesenmühle, die zuvor als Graswege ausgestaltet waren, nunmehr erheblich erhöht, verbreitert und mit großen Mengen an Granulat und Bauschutt verändert worden.

Die Sorge der Bürger ist groß, dass hier ggf. ungeeignete und evtl. sogar belastete Materialien verwandt wurden. Es ist daher erforderlich Klarheit über die Zulässigkeit und Geeignetheit der Maßnahmen zu gewinnen.

Auch gibt es erhebliche Einschränkungen von Anliegern, deren Grundstücke entweder von den ausgebrachten Materialien mit bedeckt wurden oder, die nunmehr bei der Bewirtschaftung Schwierigkeiten haben, die erhöhten Wege zu befahren.

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