Bewohner von Keramag/Falkenberg haben erhebliche Bedenken gegen das neue Gewerbegebiet

25. März 2012

Die Bewohner von Keramag/Falkenberg befürchten erhebliche Nachteile für ihren Stadtteil, wenn das neue Gewerbegebiet an der Landstraße nach Hochheim besiedelt wird. Sie rechnen mit einer zunehmenden Verkehrsbelastung durch die Ansiedlung weiterer Logistikunternehmen und Speditionen, für die mehrere bis zu 20 Meter hohe Hallen vorgesehen sind. Eine derartige massive Bebauung lehnen sie ab, und sie fordern einen möglichst großen Abstand zwischen dem Gewerbegebiet und der Wohnbebauung durch eine dicht bewachsene Grünzone. Dies sind für den Flörsheimer Ersten Stadtrat und CDU-Bürgermeisterkandidaten Markus Ochs die wichtigsten Erkenntnisse, die er bei seinen Hausbesuchen und vielen Gesprächen mit den Bewohnern des Ortsteils gewonnen hat.

In einer Presseverlautbarung teilt Markus Ochs nun mit, dass er diese Bedenken aus Flörsheims kleinstem Stadtteil sehr ernst nimmt. Er teile diese Besorgnisse. Auch er hat den Eindruck, dass die derzeitigen Überlegungen für die Entwicklung dieses Gewerbegebiets, das die Flörsheimer CDU schon vor Jahren in die Wege geleitet hatte, um die Finanzen der Stadt nachhaltig zu verbessern, noch nicht ausgereift sind.

Markus Ochs möchte gemeinsam mit den städtischen Gremien – sich allerdings nicht nur auf ein externes Unternehmen stützend – das Gewerbegebiet systematisch und mit Blick auf eine sinnvolle Ansiedlung weiterentwickeln. „Wir wollen keine überdimensionierten Hallen, sondern Büros und Werkstätten“, fordert er. „Für mich als Bürgermeister wäre die Vermarktung dieses Gewerbegebiets absolute Chefsache.“ Wie man es richtig macht, sei vor einigen Jahren bei der erfolgreichen Vermarktung des Gewerbegebiets auf der Ostseite der Hafenstraße gezeigt worden. Daran sollte auch heute ein Beispiel genommen werden, und mit einer solchen Verfahrensweise könne man sicherlich den Bedenken der Bewohner aus dem Stadtteil Keramag/Falkenberg Rechnung tragen. Insbesondere müsse genügend Abstand zum Abenteuerspielplatz und zur Wohnbebauung gelassen werden, so Markus Ochs.

Natürlich erfordere die Entwicklung dieses wichtigen und hoch interessanten Gewerbegebiets in eigener städtischer Federführung erheblich mehr Zeit- und Arbeitsaufwand. „Ich möchte dort Dienstleister ansiedeln, mittelständische Unternehmen, die sich erweitern möchten oder auch Firmen des neuen Markts, die prosperieren und wenig Fläche benötigen. Transport- und Logistik-Unternehmen sind, wie sich gezeigt hat, hier fehl am Platz. Logistiker haben einen hohen Flächenverbrauch, zahlen vergleichsweise wenig Gewerbesteuer, bringen weniger Arbeitsplätze, aber dafür viel Verkehr“, ist sich Markus Ochs bewusst. Die in den letzten Jahren erfolgte Ansiedlung von zwei Logistikfirmen an der Weilbacher Straße seien große Fehler gewesen und hätten durch das enorme zusätzliche Verkehrsaufkommen eine unverantwortliche Mehrbelastung insbesondere für Weilbach gebracht. Die CDU habe bisher und hätte auch diesmal solche Firmen nie in die Gewerbegebiete herein gelassen.

Im Übrigen weist der Erste Stadtrat auf die Tatsache hin, dass die vierspurige B 43 auf der anderen Mainseite, über die zurzeit der Schwerlastverkehr aus Richtung Hochheim zur A 3 umgeleitet wird, seit Kurzem für LKWs mautpflichtig ist. Dadurch bestehe die Gefahr, dass immer mehr versucht werde, die vor vielen Jahren erfolgte Sperrung der Wohnbereiche für den Schwerlast-Durchgangsverkehr nicht zu befolgen. Eine Verbotsbeschilderung nütze jedoch nur wenig, wenn sie nicht genügend kontrolliert werde. „Als Bürgermeister werde ich mich intensiv für LKW-Kontrollen im gesamten Stadtgebiet einsetzen. Die wirksamste Verhinderung ist aber, Transport- und Logistikfirmen erst gar nicht nach Flörsheim zu holen“, so Markus Ochs.

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