CDU: Mariensäule soll in neuen Kreisel

2. Oktober 2014

Erst im nächsten Jahr soll ein Kreisel für Entlastung des Verkehrs in der Ortsmitte von Wicker sorgen. Der Ortsbeirat wird sich am kommenden Montag schon mal mit der Gestaltung beschäftigen.

Viele Wickerer erwarten den Bau eines Kreisels auf der Kirschgartenstraße sehnsüchtig. Die Kreuzung der Kirschgartenstraße mit der Flörsheimer Straße ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, an dem es im Berufsverkehr immer wieder zu Wartezeiten kommt. Die Verwaltung hat die Maßnahme, die ursprünglich für dieses Jahr geplant war, auf 2015 verschoben. Trotzdem macht sich die Wickerer CDU bereits Gedanken über die Gestaltung des geplanten Verkehrsbauwerks.

756602_m1t1w309q75v58733_hkm_Mariakreisel_002_021_4cDer Ortsbeirat wird sich in seiner Sitzung am nächsten Montag, 6. Oktober, mit dem Antrag der Union beschäftigen, dass die Mariensäule, die aktuell in der Nähe der Kreuzung steht, die Mitte des Kreisels schmücken soll. Die CDU greift damit einen Vorschlag des Historischen Vereins auf, der das Wickerer Kulturdenkmal aus dem Jahr 1755 zum Mittelpunkt der vielbefahrenen Straßenkreuzung machen möchte. Die Vertreter der Fraktion führen aber auch finanzielle Gründe für ihren Antrag an: Ortsvorsteher Christopher Willmy (CDU) bezeichnet die Verlagerung der Mariensäule als sinnvoll, weil dadurch Haushaltsmittel eingespart werden können, die für die Neuanschaffung eines Kunstwerkes anfallen würden.

Weil die Säule schon immer in diesem Bereich stand, empfindet die CDU ihren Vorschlag als „notwendige Beachtung der Ortsgeschichte“. Der Antrag enthält noch weiterführende Gestaltungsideen: Die CDU schlägt vor, um die Säule herum vier verschiedene Rebsorten anzupflanzen, die von einem Winzer gepflegt werden sollen. Aus Richtung Weilbach soll der Schriftzug „Tor zum Rheingau“ zu sehen sein, auf der gegenüberliegenden Seite das Wickerer Wappen. Durch diese Gestaltung solle die Bedeutung Wickers als Ort des Weinbaus Berücksichtigung finden, schreibt Christopher Willmy.

Der Umbau der Kreuzung zu einem Kreisverkehr wird bereits seit einigen Jahren von der CDU vorangetrieben. Im Jahr 2008 fand ein Antrag der Fraktion eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Der Wickerer Ortsbeirat beschloss im Frühjahr 2012 eine Verwaltungsvereinbarung mit Bund, Land und Stadt zur Übernahme der Kosten für den Kreisel. Die Stadt sollte dabei die Baukosten in Höhe von rund 350 000 Euro tragen.

Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil stellte einen Zuschuss in Aussicht, weil die geplante Erneuerung der Ampelanlage durch einen Kreisel überflüssig würde. Die eingesparten Kosten in Höhe von 100 000 Euro sollten an die Stadt gehen. Die Errichtung des Kreisels wurde ins kommende Jahr verschoben, weil die Verwaltung die, ebenfalls im Haushaltsplan vorgesehene, Sanierung der Quellenstraße vorzog.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 2. Oktober 2014

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