Main-Spitze: “15 neue Kita-Gruppen”

15. November 2016

BETREUUNG Viererbündnis legt umfassendes Konzept vor / Pusteblumen-Erweiterung nicht vorgesehen 

FLÖRSHEIM – In der Diskussion um fehlende Kindergartenplätze hat das Viererbündnis aus CDU, Galf, FDP und Freien Bürgern nun einen neuen Maßnahmenkatalog vorgeschlagen. Mit der Realisierung könnten zwischen 2017 und Anfang 2018 bis zu 15 neue Kindergartengruppen in der gesamten Stadt entstehen, ohne dass es zur Realisierung der umstrittenen Erweiterung der städtischen Kita Pusteblume in Weilbach von vier auf sieben Gruppen kommt. 

screenshot-2016-11-15-07-16-57Der aktuelle Bedarf beträgt laut Sozialdezernent Sven Heß (Galf) 112 Plätze für Kinder über drei Jahren und 64 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Leitgedanke der Vorschläge des Viererbündnisses sei, dass die Kinder in einer qualitativ-orientierten, überschaubar großen und pädagogisch guten Kindertagesstätte untergebracht werden sollen, so die Fraktionen gestern in einer Presseerklärung. Die Details sind in einer Vorlage an den Magistrat zusammengestellt, die in der heutigen Sitzung beraten werden sollen. 

Mit seinen Vorstellungen will das Viererbündnis nicht nur die als zu groß erachtete siebengruppige Kita Pusteblume verhindern, sondern im Stadtteil Weilbach, wo besonderer Bedarf an Kitaplätzen herrscht, auch noch schneller Lösungen anbieten, als dies bei der umstrittenen Erweiterung der Fall gewesen wäre. Mit der baulichen Erweiterung der städtischen Kita hätten die notwendigen Betreuungsplätze nach Einschätzung des Viererbündnisses erst Ende 2018 zur Verfügung gestanden. 

Viel schneller, nämlich schon im Jahr 2017, sei dagegen eine Lösung in Modulbauweise auf dem Spielplatz im Bereich Berliner Straße/Faulbrunnenweg zu realisieren. 

Diese Lösung soll so lange genutzt werden, bis im geplanten Neubaugebiet Krimmling hinter der Weilbachhalle ein Kindergarten in Massivbauweise errichtet ist. Mit einem ersten Spatenstich sei aber erst in sechs bis acht Jahren zu rechnen, so das Viererbündnis. 

Ein von Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) für die Erweiterung der Pusteblume angeführtes Argument konnte das Viererbündnis nach eigener Darstellung entkräften. Die für die Erweiterung der Pusteblume zugesagten Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro könnten auch für die Realisierung der Übergangseinrichtung in der Faulbrunnenstraße genutzt werden. Weitere konkrete Projekte sind in der Kernstadt und den Ortsteilen vorgesehen. Details sollen aber zunächst im Magistrat besprochen werden. 

CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Reif hält die Möglichkeit der Verwendung der Landesmittel auch außerhalb des Pusteblumen-Projektes für eine ideale Lösung. Nicht sinnvoll hingegen seien die Einlassungen des Bürgermeisters beim Ministerium, der sich über diese Lösungsfindung zum Wohle der Stadt auch noch beschwert habe. Das zeige, dass es hier nicht um beste Lösungen für die Stadt, sondern einzig und allein um Wohl und Ego des Bürgermeisters gehe, so Reif.

Quelle: Main-Spitze vom 15. November 2016

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