Main-Spitze: Bauausschuss gibt Mittel für Vorplanungen Mainufer noch nicht frei

16. September 2017

Kein Freibrief fürs Mainufer

Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag den Sperrvermerk für Planungen zur Neugestaltung des Mainufers nicht, wie von der Verwaltung gewünscht, aufgehoben. Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) betonte in der Sitzung die Notwendigkeit der Planungen, für die 100 000 Euro veranschlagt sind. Leuchten seien defekt und nur mehr mit großem Aufwand zu ersetzen und auch die Parkplätze und der Mainuferweg seien in einem Zustand, der langsam sicherheitsrelevant werde.

Der Idee, die Planung mithilfe von Studenten billiger bewerkstelligen zu können, erteilte Antenbrink eine Absage und führte dafür Haftungsgründe sowie allgemein schlechte Erfahrungen ins Feld.

Gelände mache Planungen schwierig

Durch die Geländetopografie seien die Planungen darüber hinaus sehr anspruchsvoll. Auch eine kleinteiligere Planung für die Behebung der drängendsten Mängel lehnte Antenbrink ab. Ohne einen Gesamtplan sollten auch kleinere Arbeiten nicht begonnen werden, sonst drohten Pfusch und Flickwerk.

In den Reihen von CDU, Galf, FDP und Freien Bürgern herrschte dagegen weiterhin Skepsis, dass mit den teuren Vorplanungen auch schon gestalterische Vorentscheidungen getroffen würden, die nicht mehr revidiert werden könnten. „Wir sind nicht bereit, Gelder auszugeben, ohne zu wissen, was passiert“, so Thomas Probst (Freie Bürger). Die von Bürgermeister Antenbrink in einer vorherigen Sitzung angesprochene Gefahr, im Vergleich zur anderen Mainseite in Sachen Attraktivität den Anschluss zu verlieren, sieht Probst nicht. „Rüsselsheim schlagen wir auch noch in zehn Jahren, selbst wenn wir nichts machen“, sagte er.

Galf warnt vor finanzieller Belastung

Peter Kluin (Galf) betonte, man wolle sich wegen defekter Beleuchtung nicht unter Druck setzen lassen. Renate Mohr (Galf) hielt es für fraglich, ob sich die Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage solche Ausgaben überhaupt leisten könne. Man solle nicht dauernd neue Dinge beginnen und den Rest der Stadt vernachlässigen. „Wir können uns das nicht leisten und auch in zwei, drei Jahren nicht“, so Mohr. Mehr als die Sanierung des Fußweges und der Beleuchtung seien nicht drin.

Der Antrag, den Sperrvermerk aufzuheben, wurde abgesetzt und ein Ortstermin am Mainufer vereinbart.

Quelle: Main-Spitze vom 16. September 2017

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