Main-Spitze: CDU will Zusammenarbeit mit Betreiber Educcare prüfen

27. März 2017

CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Reif plädiert dafür, eine Zusammenarbeit mit dem privaten Kita-Betreiber Educcare zu prüfen. Aktuell befindet sich die Stadt bezüglich des Betriebs der geplanten Kita an den Sportplätzen in Verhandlungen mit dem Kölner Unternehmen (wir berichteten). Mit der nach aktuellem Stand auf maximal zehn Jahre genehmigungsfähigen Einrichtung soll dringender Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadtmitte befriedigt werden. 

Reif betonte im Gespräch mit dieser Zeitung, die Educcare-Kitas, die auch zweisprachig (Deutsch und Englisch) arbeiten, hätten einen fantastischen Ruf. Die Kosten für die Eltern lägen mit bis zu 600 Euro monatlich für einen Kitaplatz allerdings höher als bei Einrichtungen in städtischer oder konfessioneller Trägerschaft. Für Eltern, die Wert darauf legten, dass ihr Kind zweisprachig aufwachse, könne dies ein überzeugendes Angebot sein, so Reif. „Wenn der höheren Gebühr auch eine höhere Leistung gegenübersteht, ist das vertretbar“, sagte Reif. Eine solche Einrichtung könne eine Ergänzung des bestehenden Kindergartenangebots in der Stadt sein. Denkbar wäre auch, ein bilinguales Angebot nur in einzelnen Gruppen anzubieten, um so auch günstigere Plätze in der Kita zu ermöglichen, so Reif weiter. 

Renate Mohr, Fraktionsvorsitzende der Galf, findet, dass ein privater Anbieter die Kita-Landschaft in der Stadt positiv erweitern könnte. Eine größere Wahlfreiheit für Eltern sei ebenso positiv wie die Entlastung der Stadt bei der Personalsuche.

Galf will keine Elite-Einrichtung

Zum Erhalt des Friedens im Kita-Bereich müsse aber sichergestellt sein, dass es sich bei der privaten Kita um keine Elite-Einrichtung handle. Bei einer zweigruppigen Einrichtung sei dies vielleicht noch möglich, weil damit der Bedarf wohl gedeckt wäre. Eine fünfgruppige Einrichtung unter solchen Vorzeichen und mit deutlich höheren Beiträgen zu führen, hält Mohr dagegen für bedenklich. „Wir müssen kritisch schauen, ob es von den Kosten her passt“, so Mohr. „Ich bin ein Freund der Vielfalt. Es gibt Leute, die so etwas suchen“, sagt Thorsten Press (FDP) zu dem Konzept privater Trägerschaft in der Kita-Betreuung. Eine zweisprachige Ausrichtung und andere Öffnungszeiten könnten durchaus auf Interesse stoßen, so Press.

Quelle: Main-Spitze vom 27. März 2017

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