Main-Spitze: Flörsheims Ortsvorsteher Harald Kaufmann im Porträt

20. März 2014

FLÖRSHEIM – Im Mai 2013 hat Harald Kaufmann (CDU) die langjährige Flörsheimer Ortsvorsteherin Miriam Kröhle abgelöst. „Wer nicht immer sehen will, dass andere über Flörsheim entscheiden, muss sich aktiv an der Politik beteiligen.“ Er sei „ein ruhiger und souveräner Typ“, bescheinigen seine Parteifreunde.

Seine Aufgaben in diesem Ehrenamt sind in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) unter Paragraf 82 geregelt. „Umgangssprachlich lässt sich meine Funktion auf die Sitzungsleitung sowie die Vertretung des Ortsbeirates Flörsheim-Mitte nach außen zusammenfassen“, kürzt der 43-Jährige die Verordnung ab.

Gebürtiger Flörsheimer

Zur Lokalpolitik kam der gebürtige Flörsheimer, der mit einer Flörsheimerin verheiratet ist und mit seinen drei Kindern im Neubaugebiet lebt, über sein „Interesse am Flörsheimer Geschehen“. Eine politische Karriere habe er nie angestrebt, doch haben ihn die Ziele der CDU am meisten angesprochen. Der gelernte Feinmechanikermeister versucht neben seiner Arbeit, sich seine Zeit so einzuteilen, dass er gerne zu Veranstaltungen von Vereinen und Organisationen geht, die gerne den Ortsvorsteher dabei haben wollen. „Wer ein Ehrenamt übernimmt, sollte mit Ehren dieses Amt auch ausführen“, ist sein Leitbild. So passiert es immer mal, dass, wie beim Winterball des Clubs „Harmonie“ in der Stadthalle, dem Mann an der Technik gedankt wird, „unserem Ortsvorsteher!“ Ob er ein Vereinsmensch sei, hat er sich noch nie gefragt. Bei den vielen Fastnachtsveranstaltungen, ob Sitzungen, Seniorenkreppelkaffee oder Kindermaskenball, bei Jubilarenehrungen: Harald Kaufmann ist immer ein gern gesehener Ehrengast. Er ist ein Familienmensch, der gerne mit seinen Lieben viel Zeit verbringt. Er freut sich immer, wenn seine Frau und Kinder ihn zu Terminen begleiten können. Als Vertreter der Stadt zu „runden“ Geburtstagen oder Hochzeitsjubiläen zu gehen, ist für diesen Ortsvorsteher keine Pflicht: „Diese Bürger sind im reiferen Alter. Da kann ich viel Interessantes aus vergangener Zeit erfahren.“

Bei seiner Arbeit ist er auf die Mitarbeit der städtischen Gremien, der Verwaltung sowie die Unterstützung der Bürger angewiesen. Kaufmann führt keine Statistik, wie viele Stunden er ehrenamtlich wann, für wen, für welchen Zweck aufwendet: „Wer sich Gedanken macht, wie viel Zeit ihn dieses Amt kostet, vergeudet seine Zeit für wichtigere Sachen.“

Ein Budget hat der ehrenamtliche Ortsvorsteher nicht. Eintritte zu Veranstaltungen bezahlt er aus eigenen Mitteln und um als Mandatsträger beim Fastnachtsumzug auf der „Flora“ mitfahren zu können, muss ein Kostenbeitrag entrichtet werden.

Quelle: Main-Spitze vom 19. März 2014

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