Main-Spitze: Neujahrsempfang der Flörsheimer CDU

20. Januar 2014

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Von Detlef Volk

FLÖRSHEIM – Der Jahreswechsel sei die Zeit, innezuhalten und Kraft zu tanken für die Zukunft. Kraft brauche die CDU in Flörsheim auch, denn dort sei sie nun komplett in der Opposition angekommen, sagte Stadtverbandsvorsitzender Steffen Bonk beim Neujahrsempfang seiner Partei im Foyer der Stadthalle.

Bevor Bonk auf den Wermutstropfen zu sprechen kam, dass die CDU nach der Wahl von Sven Heß (Galf) zum Ersten Stadtrat erstmals keinen Vertreter mehr im hauptamtlichen Magistrat stellt, hob er die Wahlerfolge hervor. In Bund und Land sei die Union die stärkste politische Kraft. Dafür dankte er den zahlreichen Helfern, denn „Wahlergebnisse sind der Erfolg einer ganzen Mannschaft“.

Blick nach Wiesbaden

Positiv bewertete er das unerwartet gute Abschneiden bei der Landtagswahl in Flörsheim – trotz des Fluglärms. Insofern blicke er optimistisch nach Wiesbaden. „Schwarz-Grün war das Beste, was Flörsheim passieren konnte“, sagte Bonk. Er hofft nun auf die Deckelung des Fluglärms und die angekündigten Lärmpausen. In der Stadt gebe es aber auch genug zu tun, meinte er mit Blick auf Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) und Heß, die zum Neujahrsempfang ebenso gekommen waren, wie Landrat Michael Cyriax (CDU) sowie Vertreter der verschiedenen Parteien, aus Vereinen, Verbänden und Gewerbe.

Als konkrete Probleme sprach der CDU-Stadtverbandsvorsitzende die „hässliche Brachfläche“ mitten in der Stadt und die ebenfalls brachliegende Gewerbeflächen an. Die CDU werde sich keinen Gesprächen verschließen, versprach er. Denn das könnte die letzte Chance für eine Gewerbeansiedlung in Flörsheim sein. Bonk fordert ein Stadtentwicklungskonzept, um die Zukunft für die nächsten 20 bis 30 Jahre zu sichern.

Die Konsolidierung der Finanzen sei ein „gemeinsamer Kraftakt“, der nur zusammen mit der Bürgerschaft gelingen werde. Die CDU fordere seit Jahren den Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, stoße dabei beim Rathauschef aber auf taube Ohren. Stattdessen würden Verwaltungsaußenstellen geschlossen. „Das ist der falsche Weg“, betonte Bonk.

Mit allen verbündet

Launig streifte CDU-Bundestagsabgeordneter Heinz Riesenhuber die neuen Konstellationen in Bund und Land. Streit werde immer schwieriger, „wir sind ja inzwischen mit allen verbündet“, sagte er.

Europa-Abgeordneter Thomas Mann nutzte die Gelegenheit, um für den bevorstehenden nächsten Wahlkampf zu werben. Er sei für mehr Europa, aber nur gemeinsam. An Vorgaben müssten sich alle Mitgliedsländer halten, forderte er. Mann verwies auf Erfolge, etwa beim Fluglärm, der lokal gelöst werden müsse. Die Nachtruhe dürfe nicht durchlöchert werden, betonte er.

Die Festansprache hielt Bernd Ehinger, der Präsident des hessischen Handwerks und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist ein „Flerschemer Bub“, der dort geboren wurde und aufgewachsen ist. Ehinger sprach ebenfalls über Europa und forderte den Erhalt des deutschen Meisterbriefes. Nur so seien die Qualität im Handwerk und die Nachfolge in den Betrieben zu sichern.

Spanier in Ausbildung

Die Handwerkskammer habe im vergangenen Jahr 45 junge Spanier hergeholt, die nun eine Handwerkslehre absolvierten. Diese Beispiele seien es, die letztendlich die Vorteile der dualen Ausbildung gegenüber anderen europäischen Ländern zeigten und dafür Werbung machten, sagte Ehinger.

Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgte das Saxofonquartett „Adoramus“ der Musikschule. Zum Ende des Empfangs ehrte die Union außerdem noch treue Mitglieder.

Quelle: Main-Spitze vom 20. Januar 2014

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