Sanierung der Riedstraße: Anwohner werden zur Kasse gebeten

19. Februar 2016

Der Dringlichkeitsantrag der CDU wurde im Ausschuss abgelehnt. Bürgermeister Antenbrik berichtete, die zerstörten Toiletten auf dem Neuen Friedhof werden zügig repariert.

Vor zwei Wochen hatten Unbekannten die Toiletten zerstört. Quelle: Höchster Kreisblatt vom 19.02.2016

Vor zwei Wochen hatten Unbekannten die Toiletten zerstört. Quelle: Höchster Kreisblatt vom 19.02.2016

Flörsheim. Rund eine Million Euro soll der Ausbau der Riedstraße kosten, der sich in mehreren Abschnitten bis zum Ende des kommenden Jahres ziehen wird. Die Verwaltung informierte in einer gemeinsamen Sitzung den Ortsbeirat Stadtmitte und den Bauausschuss über den Stand der Planung. Vorgesehen seien die komplette Erneuerung der Oberfläche sowie Arbeiten im Untergrund. Die Baumaßnahme soll im April beginnen. Bis zum Jahresende wird dann zunächst der Bereich zwischen der Kloberstraße und der Maler-Schütz-Straße in Angriff genommen. Der Straßenabschnitt von der Maler-Schütz-Straße bis zur Bundesstraße 519 soll ab März 2017 folgen.

Wie Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) erklärte, soll die Oberfläche ähnlich wie auf der Erzbergerstraße gestaltet werden. Dort gibt es keine Bordsteine mehr zwischen Parkplätzen und dem Gehweg. Dieser barrierefreie Übergang habe sich bewährt, sagte der Verwaltungschef. Die Stadt hat auch Anregungen berücksichtigt, die im Rahmen einer Anwohnerversammlung Ende Januar geäußert wurden: Diese betreffen die Platzierung der Bäume und die Anordnung der Querungshilfen im Einmündungsbereich der Seitenstraßen. Die besonders beschaffenen Bodenplatten, die Sehbehinderten die Orientierung erleichtern, sollen so verlegt werden, dass dadurch keine Parkflächen verloren gehen.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten werden die Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Telefonanschlüsse erneuert. Außerdem soll die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umgestellt werden. Da es sich um eine Haupterschließungsstraße des Wohngebietes handelt, müssen die Anwohner die Hälfte der Kosten von insgesamt 1,06 Millionen Euro tragen. Die Anteile werden abhängig von der Grundstücksgröße auf die Eigentümer umgelegt. Bürgermeister Antenbrink hat angekündigt, dass die Sperrung der Straße abschnittsweise erfolgen soll, damit die Zufahrt zu den Grundstücken so gut wie möglich erhalten bleibt.

Auf der Tagesordnung des Ortsbeirats Stadtmitte stand auch ein Dringlichkeitsantrag der CDU. Die Christdemokraten baten darum, die Toilettenanlage auf dem Neuen Friedhof schnellstmöglich wieder instand zu setzen oder eine mobile Lösung als Übergang zu schaffen. Unbekannte hatten vor etwa zwei Wochen in den Toilettenräumen randaliert und diese so stark beschädigt, dass sie nicht mehr benutzbar sind. Defekte Toiletten seien aufgrund der häufigen Beerdigungen „ein unhaltbarer Zustand“ argumentiert die CDU. Der kurzfristig eingegangene Antrag fand im Ortsbeirat jedoch keine Mehrheit.

Der Vorstoß der Christdemokraten sei überflüssig, weil es selbstverständlich sei, die Toiletten so schnell wie möglich zu reparieren, erklärte Bürgermeister Antenbrink auf Nachfrage des Kreisblatts. Die bisherigen zwei Toiletten sollen im Zuge der Erneuerung zu einer größeren, behindertengerechten Toilette verbunden werden. Ein automatischer Schließmechanismus soll in den Abendstunden für mehr Schutz vor Vandalen sorgen. Die Planung sei angelaufen, erläutert der Rathauschef.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 19. Februar 2016

HK20160219gr

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