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VON NIKLAUS MEHRFELD – Die Fronten zwischen den Flörsheimer Parteien sind so verhärtet, dass Streitigkeiten inzwischen mit juristischen Mitteln ausgetragen werden.  (mehr …)

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Über Jahrzehnte hinweg galt es in der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung als üblich, in der Sache hart über den richtigen Weg zu streiten. Doch man verließ nie den Weg des gegenseitigen Respekts. Dieser Weg wurde seitens der SPD-Fraktionsvorsitzenden Marion Eisenmann-Kohl und Bürgermeister Michael Antenbrink nun aufgekündigt. (mehr …)

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Version 2

Positionen der CDU zum Bericht in der Main-Spitze vom 29.09.2016 „Terra kann offenbar nur eine Gewerbefläche im Flörsheimer Rathaus an Marion Eisenmann-Kohl verkaufen

„Es riecht nach Vetternwirtschaft“

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Foto: Hans Nietner Das Areal zwischen der Wickerer Straße und dem Anne-Frank-Weg – gegenüber den Flörsheim Kolonnaden – gilt als attraktive Fläche.

Wenig Verständnis für Wohnbebauung

Verdichtete Bebauung ist nun nicht mehr erwünscht

Erst sollte dort ein Elektronik-Markt angesiedelt werden, dann war von einer Kita samt Familienzentrum die Rede. Jetzt sollen dort Wohngebäude errichtet werden.

Foto: Hans Nietner Das Areal zwischen der Wickerer Straße und dem Anne-Frank-Weg – gegenüber den Flörsheim Kolonnaden – gilt als attraktive Fläche.

Foto: Hans Nietner Das Areal zwischen der Wickerer Straße und dem Anne-Frank-Weg – gegenüber den Flörsheim Kolonnaden – gilt als attraktive Fläche.

Flörsheim. Der Bereich zwischen Elisabeth-Jakobi-Straße und Anne-Frank-Weg war bereits Gegenstand unterschiedlicher Nutzungskonzepte. Derzeit dient die Fläche am Gisbert-Beck-Kreisel als unbefestigter Parkplatz. In Zukunft sollen aber auf dem Areal Wohnhäuser stehen. Der Magistrat hat den Stadtverordneten einen geänderten Bebauungsplan für das sogenannte Baugebiet „Kirchgewann“ vorgelegt. Die Veränderung, die eine Nutzung als Wohngebiet ermöglicht, wurde im Bauausschuss mehrheitlich durchgewunken.

Die geänderte Fassung soll die bisherige Planung ersetzen, die mit dem Aufstellungsbeschluss vom 5. November 2009 auf den Weg gebracht wurde. Damals war vorgesehen, einen Standort für großflächigen Einzelhandel zu schaffen und weitere gewerbliche Nutzungen zu ermöglichen – eigentlich sollte auf dem Grundstück ein Elektronik-Markt angesiedelt werden. Ein gewerbliches Ziel werde nicht weiterverfolgt, heißt es in der Vorlage des Magistrats. Das Grundstück sei nicht groß genug. „Eine Vermarktung war nicht möglich“, steht in der Drucksache.

Lärm spielt keine Rolle

Zusätzliche Gewerbeansiedlung war jedoch nicht der einzige Plan für das Gelände. Zwischenzeitlich war das Areal als Standort für eine neue Kindertagesstätte mit angeschlossenem Familienzentrum im Gespräch. Diese Idee wurde verworfen, nachdem die Verwaltung einen geringeren Bedarf für Betreuungsplätze festgestellt hatte. Wie Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) im Bauausschuss mitteilte, habe er aus Gesprächen mit dem Ministerium erfahren, dass eine Wohnbebauung an dieser Stelle möglich sei. Der Flörsheimer Verwaltungschef sprach von einer „attraktiven Fläche“. Im Begründungstext des Magistrats wird argumentiert, dass der Bereich zentral innerhalb des Stadtzentrums liege, im Westen und Osten grenze bereits Wohnbebauung an. Durch Neubauten werde dem hohen Bedarf an Wohnbebauung in der Region Rechnung getragen. Von Einschränkungen durch den Fluglärm der Nordwest-Landebahn war in der Ausschusssitzung keine Rede.

Versiegelung vorgesehen

Zwei Drittel des 4500 Quadratmeter großen Areals sind für Wohnbebauung vorgesehen. Die Planänderung soll die Voraussetzung für die Entwicklung von drei Doppelhäusern am Anne-Frank-Weg schaffen. Außerdem sollen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser im Zentrum des Geländes entstehen. Der Bereich direkt an der Elisabeth-Jakobi-Straße soll weiterhin als Parkplatz genutzt werden. Die Fläche müsse künftig komplett versiegelt werden, da sich im tiefen Untergrund noch Altlasten befinden, erklärte Michael Antenbrink. Das ehemals als Boeder-Gelände bekannte Areal war in früheren Jahren eine Kiesgrube sowie der Standort einer Chemiefabrik und später eines Herstellers für Computerdisketten. Im Bereich der Flörsheim Kolonnaden ließ die Stadt vor dem Bau des Einkaufszentrums die Altlasten entfernen.

Die Vertreter der CDU enthielten sich bei der Abstimmung im Bauausschuss. Es bestehe derzeit bereits eine dichte Bebauung in diesem Bereich, argumentierte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Frank Neugebauer. Außerdem nehme sich die Stadt durch die Änderung der Pläne die Möglichkeit, diese Stelle für die Planung des Familienzentrums zu berücksichtigen. Ein geeigneter Standort für den generationenübergreifenden Treffpunkt wird nämlich immer noch gesucht. SPD und Galf bevorzugen das Ex-Axthelm-Gelände.

Nach einem Änderungsantrag der CDU einigten sich die Stadtverordneten jedoch darauf, einen gemeinsamen Antrag zum Familienzentrum für die kommende Sitzung zu formulieren.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 22. Oktober 2015

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Etwas Grün tut jeder Fläche gut, wie hier rund um den provisorischen Parkplatz zwischen Rathaus und Kultur-Scheune. Einige Stadtverordnete plädieren dafür, dass nach der Bebauung des Geländes auch künftig noch ausreichend Grünflächen vorhanden sein sollen. Foto: Nietner
Zurzeit ist für die Planung des brachliegendes Grundstücks zwischen Erzberger-, Wickerer- und Bahnhofstraße nur eines klar: Es gibt immer noch keinen endgültigen Entwurf.

Die Gestaltung der brachliegenden Fläche zwischen Rathaus und Wickerer Straße ist eines der zeitlich längsten Bauprojekte der jüngeren Flörsheimer Geschichte. Die Bauzäune um das zentral gelegene Areal sind schon so lange vorhanden, dass deren Anblick für viele Flörsheimer zur Gewohnheit geworden ist.

Etwas Grün tut jeder Fläche gut, wie hier rund um den provisorischen Parkplatz zwischen Rathaus und Kultur-Scheune. Einige Stadtverordnete plädieren dafür, dass nach der Bebauung des Geländes auch künftig noch ausreichend Grünflächen vorhanden sein sollen. Foto: Nietner

Etwas Grün tut jeder Fläche gut, wie hier rund um den provisorischen Parkplatz zwischen Rathaus und Kultur-Scheune. Einige Stadtverordnete plädieren dafür, dass nach der Bebauung des Geländes auch künftig noch ausreichend Grünflächen vorhanden sein sollen. Foto: Nietner

In den vergangenen Wochen berichteten das Kreisblatt vom Ende der europaweiten Ausschreibung für das Ex-Schützenhof-Areal. Der Magistrat möchte die geplante Wohnbebauung mit Rathauserweiterung von der städtischen Entwicklungsgesellschaft Terra mbH umsetzen lassen. In den nächsten Tagen soll der Aufsichtsrat der Gesellschaft über das Großprojekt entscheiden. Für die Gestaltung der restlichen Fläche gibt es hingegen keinen abschließenden Plan. Die Meinungen zur Zukunft des Ex-Axthelm-Geländes gehen weit auseinander.

Wenn die Terra die Arbeiten für den Schützenhof-Bau aufnehme, könne eventuell im zweiten Halbjahr ein Planungsbüro mit Entwürfen für die weitere Fläche beauftragt werden, meint Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD). Die Partei des Rathauschefs sieht das nördliche Ende des Areals als wichtigsten Bereich für den nächsten Entwicklungsschritt. „Wir können nicht alles auf einmal entwickeln“, so der Flörsheimer SPD-Vorsitzende Gerd Mehler. Priorität habe das Schließen der Lücke an der Erzberger Straße. Dort liegt derzeit eine Fläche brach, auf der die Gebäude mit den Hausnummern 5 und 7 abgerissen wurden. Als Option könne er sich an dieser Stelle nur Wohnbebauung vorstellen, berichtet Mehler. Wie hoch und wie verdichtet dort gebaut werden soll, müsse in weiteren Beratungen geklärt werden. Der freie Platz vor diesem Bereich soll sich in Richtung Eisenbahn- und Wickerer Straße erstrecken. Es müsse noch geklärt werden, welche Teile als Grünfläche und welche als Parkfläche genutzt werden. Ebenfalls offen ist aus Gerd Mehlers Sicht die Entwicklung entlang der Wickerer Straße. Dort hat die Stadt das Gebäude eines ehemaligen Textilgeschäftes erworben. Es gebe Gerüchte, dass weitere Gebäude der Häuserzeile an der Wickerer Straße zum Verkauf stünden, sagt Gerd Mehler.

Platz-Charakter erhalten

Die Galf hat sich derweil eigene Gedanken zur weiteren Entwicklung des ehemaligen Axthelm-Geländes gemacht: Dabei überwiegt die Forderung, die Fläche nicht zu dicht zu bebauen. Damit widersprechen die Grünen den Plänen des Koalitionspartners SPD. Das Areal sei ein zentraler Platz für die Altstadt, sagt Galf-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr. Diesen Charakter eines Platzes zu erhalten, ist eines der Hauptanliegen der Galf. „Wir wollen nicht, dass man nur gegen Häuserwände und Beton schaut“, erläutert Renate Mohr. Vor allem mit Bebauungsplänen für die Erzberger Straße 5 und 7 können sich die Grünen nicht so recht anfreunden. Die Galf habe es mit der Entwicklung dieses Bereiches nicht so eilig, berichtet die Fraktionschefin. Vielleicht sei es sogar sinnvoller nicht das ganze freie Gelände an der Erzberger Straße zu bebauen. „Es kann schon sein, dass wir da eine etwas andere Meinung als die SPD haben“, räumt Renate Mohr ein. Die Galf stelle sich vor, dass man später sternförmig aus allen Richtungen auf den Platz laufen kann. Außerdem spricht sich Mohr dafür aus, Parkflächen mit Grün zu kombinieren und nicht die gesamte Fläche zu asphaltieren.

Auch Erster Stadtrat Sven Heß (Galf) befürwortet einen großflächigen Zugang aus Richtung der Erzberger Straße. Die Bebauung müsse ein „harmonisches Bild“ ergeben, die den Platzcharakter nicht zerstört. Heß wünscht sich eine Gestaltung, die es auch künftig erlaubt, ein großes Fest mit Ständen und einem Zelt auf dem Gelände zu feiern.

CDU-Fraktionsvorsitzender Marcus Reif bezeichnet die Zukunft des Axthelm-Geländes als „immens wichtig“, kritisiert jedoch bereits die bisherigen Schritte. Der stark verfrühte Abriss des Schützenhofs sowie der Feuerwache folge nur „dem kurz gedachten Aktionismus des Bürgermeisters“. Dass die städtische Terra GmbH nun eine Projekt schultern solle, dessen Kostenvolumen dem Umsatz der Gesellschaft von acht bis zehn Jahren entspreche, könne keine ernsthafte wirtschaftliche Option sein. „Damit überhebt sich die Stadt massiv“, meint Reif. Die CDU erachte die Entwicklung des kompletten Areals für eine Generationen „übergreifende Wohnbebauung ohne Rathauserweiterung als zielführend“.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 4. Juni 2014

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