BerthildeGeburtstag

Die Flörsheimer Stadträtin und frühere Ortsvorsteherin von Wicker, Berthilde Enders, wird am Mittwoch, dem 6. April, 70 Jahre alt (mehr …)

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Bei der Spätlese im Jahr 1936 mischte sich der inzwischen in Wicker legendäre Feldschütz Philipp Müller (Zweiter von links) unter die Erntehelfer. Foto: Historischer Verein / Repro: Reuß"

Um den einst geführchteten Mann ranken sich Anekdoten – in Wicker fehlt ein Nachfolger

Wenn der Feldschütz eine Strafe von zwei Mark aussprach, war das für den “Sünder” viel Geld. Vor allem die Kinder hatten früher viel Respekt vor ihm.

Von Sascha Kröner

Bei der Spätlese im Jahr 1936 mischte sich der inzwischen in Wicker legendäre Feldschütz Philipp Müller (Zweiter von links) unter die Erntehelfer. Foto: Historischer Verein / Repro: Reuß"

Bei der Spätlese im Jahr 1936 mischte sich der inzwischen in Wicker legendäre Feldschütz Philipp Müller (Zweiter von links) unter die Erntehelfer. Foto: Historischer Verein / Repro: Reuß”

Wicker. Der Feldschütz war ein gefürchteter Mann.” Zumindest habe er dies als Schulbub so empfunden, berichtet der Wickerer Theo Heimbuch. Der langjährige Vorsitzende des Historischen Vereins erinnert sich noch an Zeiten, als das Amt des Aufpassers in der Gemarkung der Jugend Respekt einflößte.

Mit einem Schießeisen

“Wir haben als Buben schon gewusst, wo die ersten Kirschen reif werden”, erzählt Theo Heimbuch. Wenn die Kinder verbotenerweise das frisch gereifte Obst pflücken wollten, durften sie sich aber nicht vom Feldschütz erwischen lassen. Der hieß zur damaligen Zeit Philipp Müller und war der Onkel der CDU-Stadtverordneten Berthilde Enders. Furchteinflößend war der Feldschütz, der mit seinem Fahrrad die Gemarkung kontrollierte, weil er von der Schusswaffe Gebrauch machte. “Mein Onkel hat noch scharf geschossen”, weiß Berthilde Enders. Kinder brauchten vor dem Schießeisen des Aufpasser jedoch keine Angst zu haben. Der Feldschütz legte eher auf Tiere an.

Zu seinen Aufgaben gehörte es unter anderem, Vögel zu vertreiben, die über die Weinreben herfielen. Später habe der Feldschütz auch die Aufgabe des Auschellers übernommen, der amtliche Mitteilungen in der damals eigenständigen Gemeinde verkündete, erklärt Theo Heimbuch.

Wenn der Feldschütz jemanden erwischte, der sich etwas zu Schulden kommen ließ, habe er Strafzettel verteilt, erzählt Heimbuch. Dies konnten Kinder sein, die Obst klauten oder Bauern, die sich nicht an Durchfahrtsverbote auf Feldwegen hielten. Die Strafe habe meist zwischen 50 Pfennig und zwei Mark gelegen. “Damals war das viel Geld”, so Heimbuch. Er selbst habe Glück gehabt und nie einen Knollen bekommen. Mit den Kindern habe der Feldschütz früher besonders viel Arbeit gehabt, glaubt Heimbuch. “Wir hatten ja noch keinen Computer”, sagt das Wickerer Urgestein. Deshalb seien viel mehr Kinder als heute im Feld unterwegs gewesen.

Nur in Unterhose

Eine Anekdote ist Heimbuch besonders in Erinnerung geblieben: In den Herbstferien habe er sich gemeinsam mit anderen Kindern am Feldrand in der Tempelgasse rumgetrieben, als einer seiner Kameraden ein dringendes Geschäft erledigen musste. Der Schulfreund habe seine Hose an eine Hecke gehängt, bevor er sich erleichterte. Genau in diesem Moment tauchte der gefürchtete Feldschütz auf. Die Erinnerung, wie sein Freund in Unterhosen davon lief, löst noch heute Lachanfälle bei Theo Heimbuch aus.

Die letzten Aufpasser

Die letzten Feldschütze in Wicker hießen Horst Hieronymus und Rainer Roos. Letzterer gab das Amt vor etwa einem halben Jahr auf. Jetzt sucht die Stadt nach einem neuen Aufpasser für die Gemarkung.

Die Wickerer CDU hat in ihrem Infoblatt dazu aufgerufen, sich bei der Stadtverwaltung zu melden. “Es ist ein kleiner Job, der auch noch von einem rüstigen Rentner wahrgenommen werden kann”, heißt es in dem Aufruf. Das Amt sei speziell für Wicker als Weinbaugemeinde ein wichtiges Thema, erläutert die ehemalige Ortsvorsteherin Berthilde Enders. Zu den wichtigsten Aufgaben gehöre es für einen Feldschütz heutzutage, aufzupassen, dass in den Weinbergen nichts geklaut wird und Müll und Dreck zu melden oder zu entfernen.

Übrigens: Horst Hieronymus sah sich nicht nur als Feldschütz, sondern begriff seinen Arbeit auch als organisatorische Aufgabe. Alljährlich stellte er eine Route zusammen, damit in der gesamten Flörsheim Gemarkung der wild lagernde Müll von freiwilligen Helfern eingesammelt werden konnte. Hieronymus kennt in der Gemarkung jeden Weg, jeden Acker, jeden Baum und Strauch – egal ob in Wicker, Weilbach oder in Flörsheim.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 3. Janaur 2013

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Rechtzeitig zum ersten Advent wird die Anlage am Tor zum Rheingau in Wicker eine besondere Ausschmückung erhalten: Im Rahmen ihrer schon lange bestehenden Patenschaft für diesen Ortsmittelpunkt wollen die Mandatsträger der örtlichen CDU einen großen Adventskranz um den dort vorhandenen Brunnen winden und ihn dem guten Brauch entsprechend mit vier Kerzenleuchten illuminieren. Die Idee dazu hatte wieder einmal die frühere Ortsvorsteherin Berthilde Enders, die in den vergangenen Jahren am Tor zum Rheingau mehrmals ein großes Adventsgesteck aufgebaut hatte, das in dieser stimmungsvollen Zeit vor Weihnachten ein guter Beitrag zur Dorfverschönerung war.

Nunmehr aber soll aus dem Adventsgesteck ein richtiger Adventskranz werden, den die CDU-Mandatsträger am kommenden Donnerstag mit Hilfe einer riesigen Menge von Tannenzweigen herrichten wollen. Ab 15 Uhr wird auch der Erste Stadtrat und CDU-Bürgermeisterkandidat Markus Ochs mithelfen. Es gibt Glühwein und Stollengebäck, jeder ist eingeladen, um mitzuhelfen oder sei es auch nur, um mit Markus Ochs ins Gespräch zu kommen.

CDU mit offenem Ohr am 1. Advent am Tor zum Rheingau
Ort:
 Tor zum Rheingau, Taunusstraße, Flörsheim-Wicker

 

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Zeitungen, Icon Presse

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hartmannnastasja Mit dem Ergebnis der jüngsten Ortsvorsteher-Wahlen ist die Flörsheimer CDU sehr zufrieden. In Flörsheim-Stadtmitte und in Weilbach wurden Mirijam Kröhle (Profil Mirijam Kröhle) und Heinz Lauck (Profil Heinz Lauck) wiedergewählt. In Wicker wurde Nastasja Hartmann (Profil Nastasja Hartmann) die neue Ortsvorsteherin, nachdem sich Berthilde Enders nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. In Keramag/Falkenberg wurde Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Odermatt (Profil Wolfgang Odermatt) stellvertretender Ortsvorsteher. Alle Wahlen erfolgten einstimmig, was der Partei- und Fraktionsvorsitzende Marcus Reif vor allem als Anerkennung für die gute Arbeit der seitherigen Amtsinhaber wertet, die auch die Mandatsträger aus den anderen Parteien überzeugt habe.

kroehlemirijamWie das Ergebnis der letzten Kommunalwahl gezeigt habe, seien die seither von der CDU gestellten Ortsvorsteher in Flörsheim-Stadtmitte, Weilbach und Wicker mit ihrem großen bürgernahen Engagement wichtige Leistungs- und Sympathieträger gewesen, die in der Bevölkerung auch die entsprechende Wertschätzung gefunden hätten. „Deshalb sollte man, wie jetzt geschehen, auch in Zukunft grundsätzlich diejenigen zu Ortsvorstehern wählen, die bei den Kommunalwahlen in ihrem Stadtteil die meisten Stimmen bekommen“, so der Vorschlag von Marcus Reif.

lauckheinzIn diesem Zusammenhang dankte der CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende auch der seitherigen Wickerer Ortsvorsteherin Berthilde Enders, die sich viele Jahre lang der kleinen und großen Probleme „ihres“ Stadtteils angenommen und sich außerordentlich erfolgreich um gute und machbare Lösungen gekümmert habe. Er sei froh, dass Berthilde Enders, die jetzt schon seit über 34 Jahren mit großem Verantwortungsbewusstsein in der Kommunalpolitik engagiert sei, nunmehr im Magistrat ihre Erfahrungen einbringen und sich so weiter für eine vernünftige Weiterentwicklung der Stadt einsetzen wolle.

Hier finden Sie die Vorstellung der Ortsbeiräte:

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endersberthilde

CDU Flörsheim am Main gratuliert

Die Ortsvorsteherin von Wicker, Berthilde Enders, wird am Mittwoch, dem 6. April, 65 Jahre alt

endersberthildeBerthilde Enders, die Ortsvorsteherin von Wicker, feiert am kommenden Mittwoch ihren 65. Geburtstag. Sie ist eine Ortsvorsteherin, wie man sie sich eigentlich nur wünschen kann: Jeden Tag ist sie in ihrem Ort mit dem Rad unterwegs. Jederzeit ansprechbar. Sie kennt ihre Wickerer, und die Wickerer kennen sie. Bürgernähe ist für sie keine Floskel, sondern eine gern praktizierte Selbstverständlichkeit. Berthilde Enders nimmt sich der kleinen und großen Probleme „ihres“ Stadtteils an und kümmert sich um gute und machbare Lösungen.

„Ich liebe Wicker“, antwortet sie ganz bescheiden, wenn sie nach dem Grund ihres eifrigen Engagements gefragt wird, „und ich wollte hier, wo ich geboren und aufgewachsen bin, etwas bewegen“. Und so freut sie sich, wenn sie ihren Mitbürgern in vielen Dingen weiterhelfen kann. Und die Powerfrau hat auch immer wieder neue Ideen im Kopf, die sie verwirklichen will. Jüngstes Beispiel ist das Labyrinth neben der Flörsheimer Kriegergedächtniskapelle, das an diesem Wochenende von der katholischen Jugend und anderen Gliederungen ihrer Pfarrgemeinde nach ihren Vorstellungen realisiert worden ist und so eine weitere Attraktion an der Regionalparkroute sein wird.

Berthilde Enders ist stolz auf Wicker, den beliebten Weinort am Tor zum Rheingau mit seinem regen Vereinsleben. Seit 34 Jahren in der Kommunalpolitik engagiert, setzt sie sich dafür ein, dass sich Wicker immer weiter gut entwickelt und dass dabei seine individuelle Eigenart stets sorgsam berücksichtigt wird. Für die CDU ist sie eine wichtige Leistungs- und Sympathieträgerin, wie auch das Ergebnis der letzten Kommunalwahl wieder gezeigt hat. Dem Wickerer Ortsbeirat, wo sie ihre politische Laufbahn im Jahr 1977 begann, gehört sie seit dieser Zeit ununterbrochen an, seit der Kommunalwahl 1997 im Amt der Ortsvorsteherin. Von 1981 bis 1993 sowie von 1997 bis 2007 war sie Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Flörsheim. In dieser Zeit gehörte Berthilde Enders verschiedenen Ausschüssen und Kommissionen an, unter anderem dem Haupt- und Finanzausschuss und der Kommission Fluglärm.. Den Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales leitete sie als Vorsitzende von 1985 bis 1989. Außerdem war sie von 1987 bis 1993 die stellvertretende Vorsteherin der Stadtverordnetenversammlung.

Die Ortsvorsteherin ist auch im örtlichen Vereinsleben engagiert und hilft wo es nötig ist. Eine besondere Verbundenheit von ihr gibt es zur Pfarrgemeinde, wo sie bis jetzt als Pfarrsekretärin beruflich tätig war. Sie hat eine klare christliche Lebenseinstellung.

Dem Stiftungsrat der Flörsheimer Bürgerstiftung gehört Berthilde Enders seit dem Jahr 2002 an. Nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl organisierte sie mehrere Hilfstransporte nach Kiew. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins „SOS Kinder von Tschernobyl“ mit Sitz in Worms. Von 1994 bis 2009 organisierte sie dreiwöchige Austauschbesuche von jeweils 30 Kindern aus Kiew und Umgebung in Flörsheim. Im Jahr 1996 setzte sich Berthilde Enders erfolgreich für die Behandlung eines herzkranken Kindes aus Weißrussland ein und sammelte zu diesem Zweck 46.000 Mark an Spendengeldern für die lebensrettende Operation im Mainzer Klinikum. Im Kindergarten Sankt Katherina ist sie seit 2004 als „Vorlese-Oma” bekannt. Bei der Gründung des Fördervereins Marienkrankenhaus engagierte sie sich auch und ist bis heute dort im Vorstand tätig.

Für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt das Bundesverdienstkreuz, den Ehrenbrief des Landes Hessen und den Ehrenring der Stadt Flörsheim am Main.

Berthilde Enders, geboren am 6.4.1946 in Wicker, ist seit 1968 mit Heinz Enders verheiratet und hat drei Söhne. Sie wohnt in der Kirschgartenstr. 14 in Flörsheim-Wicker. Gefeiert wird am Mittwoch im katholischen Gemeindezentrum in der Kirchstraße.

Der Vorsitzende von CDU-Fraktion und CDU-Stadtverband Marcus Reif dankt Berthilde Enders für ihren jahrelangen selbstlosen Einsatz für ihre Heimatstadt und wünscht ihr noch viele Jahre in guter Gesundheit und Schaffenskraft.

Pressespiegel:

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