Der Fraktionschef der Flörsheimer CDU, Marcus Reif, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der Politik bleibt er aber in anderen Ämtern treu.

eit fast zehn Jahren war er in der Führungsriege bei der Flörsheimer CDU die Konstante: Marcus Reif. Der Weilbacher war zeitweise Parteivorsitzender und Fraktionschef zugleich. Nun hat Marcus Reif seinen Rückzug als Fraktionschef angekündigt. Der 43-Jährige gibt dafür berufliche Gründe an. (mehr …)

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Gegenkandidat von Antenbrink

CDU-Mann Blisch bringt sich in Stellung

Zuverlässig, mutig, eloquent. Die Flörsheimer CDU ist voll des Lobes für Bernd Blisch. Es gilt als beschlossen: Er soll Michael Antenbrink bei der Bürgermeisterwahl 2018 herausfordern. Stadtverordnetenvorsteher Steffen Bonk, Parteichef Markus Töpfer und Fraktionschef Marcus Reif wurden meist genannt, wenn in den vergangenen Wochen über einen Herausforderer von Verwaltungschef Michael Antenbrink spekuliert wurde. Doch keiner der CDU-Männer will sich zur Wahl stellen. Vielmehr gilt es nach Informationen dieser Zeitung als sicher, dass der gebürtige Flörsheimer Bernd Blisch als Kandidat für das Viererbündnis zur Bürgermeisterdirektwahl am 27. Mai 2018 antreten wird. Mit Bernd Blisch bekommt Amtsinhaber Michael Antenbrink (SPD) einen bekannten und beliebten Flörsheimer als Gegner.

Bestes Ergebnis

So konnte Bernd Blisch, der außerdem Vorsitzender des Flörsheimer Heimatvereins ist, bei der jüngsten Kommunalwahl 2016 auf der CDU-Liste mit 3415 Stimmen auf sich vereinigen. Dies war mit knapp über 100 Stimmen Abstand zu Steffen Bonk und Marcus Reif das beste Ergebnis für einen CDU-Mann. Bürgermeister Michael Antenbrink (62) hatte sich bei der Kommunalwahl auf die SPD-Liste setzen lassen, obwohl er als Bürgermeister nicht in die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden konnte. Der Rathauschef bekam auf der nicht allzu langen SPD-Liste insgesamt 6120 Stimmen. Die Sozialdemokraten hatten allerdings mit weitaus mehr Einzelstimmen für den Bürgermeister gerechnet.

Der promovierte Historiker Blisch, der seit 2016 in Wiesbaden als kommissarischer Leiter des Stadtmuseum Wiesbaden tätig ist, wollte Fragen zu einer Kandidatur nicht beantworten und verwies auf den für Dienstag anberaumten Pressetermin hin. Dazu lädt das Viererbündnis von CDU, Galf, Freie Bürger und FDP ein.

Für das Viererbündnis ist Bernd Blisch der Wunschkandidat. Der CDU-Mann wird von dessen Vertretern als zuverlässiger, besonnener, mutiger und eloquenter Kommunalpolitiker geschätzt. Sowohl bei der Galf wie auch bei den Freien Bürger wurde in der Vergangenheit bei den Gedankenspielen über einen eventuellen gemeinsamen Kandidaten der Name Bernd Blisch genannt. Der 55-Jährige bringt bereits Erfahrung in der Stadtverwaltung mit. Der Historiker war von 1993 bis 2001 Leiter des städtischen Kulturamtes. Zuvor hatte Blisch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz gearbeitet.

Scheut den Streit nicht

Als Kulturamtsleiter scheute der Flörsheimer auch nicht vor einem verwaltungsinternen Richtungsstreit mit dem damaligen Bürgermeister Ulrich Krebs (CDU) zurück, als es um die Vermietung von Räumen für die Eintragung von Lebenspartnerschaften ging. Dieser Konflikt war mit entscheidend dafür gewesen, dass Bernd Blisch die Stadtverwaltung verließ und eine neue berufliche Herausforderung annahm.

CDU-Fraktionschef Marcus Reif wollte zur Personalie Bernd Blisch gestern nichts sagen. Nur soviel verriet der CDU-Mann: „Wir haben seit der letzten Kommunalwahl viele Gedanken kreisen lassen, wie wir die politische Zukunft dieser Stadt gestalten wollen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass in dieser Stadt vieles in Unordnung ist.“ Dies betreffe nicht nur die Pflege der öffentlichen Grünflächen und Kinderspielplätze, auch bei der Wirtschafts- und die Standortpolitik und vor allem die Stadtentwicklung liege vieles im Argen. Die Kritik richte sich gegen den amtierenden Bürgermeister. Der Fraktionsvorsitzende geht davon aus, dass es bei den Flörsheimern „gärt“: „Wir hören viel Unzufriedenheit. Wir müssen das gemeinsam ändern.“ Deshalb „präsentieren wir am nächsten Dienstag eine sehr gute Lösung“, erläuterte Marcus Reif. Zur Frage, ob Bernd Blisch als CDU-Bewerber oder als gemeinsamer Kandidat des Viererbündnisses ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht, wollte der Christdemokrat ebenfalls keine Antwort geben.

Quelle: Höchster Kreisblatt vom 20. Oktober 2017

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Stadt kommt wohl nicht zum Zug / Viererbündnis kritisiert Bürgermeister

FLÖRSHEIM – Das Anwesen in der Weilbacher Straße 5 ist so gut wie verkauft und der Käufer wird wohl nicht die Stadt Flörsheim sein. Nach Angaben von Jörg Guderian, dem Geschäftsführer der Flughafen-Immobilientochter Fraport-Casa, ist ein Verkauf an eine junge Familie mit Kindern geplant, aber noch nicht notariell protokolliert. Die Familie zahle auch einen höheren Preis als die 215 000 Euro, die die Stadt als mögliche Höchstgrenze festgesetzt hatte. Über diesen Umstand sei die Stadt in der vergangenen Woche informiert worden, so Guderian im Gespräch mit dieser Zeitung. (mehr …)

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Für eine gute Zukunft des Marienkrankenhauses und eine Sicherung der medizinischen Versorgung in Flörsheim am Main sehen wir – die CDU-Fraktion – eine Chance in einem Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum als sozialer Campus. Hierfür haben wir einen Antrag formuliert, der gemeinsam mit der Kommunalpolitik und der Marienkrankenhaus GmbH bzw. der Waldbreitbach GmbH sowie den Ärzten und Medizinern ein Konzept erarbeiten soll. (mehr …)

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Beide Praxen bleiben erhalten und bieten den Grundstein für ein Ärztezentrum

Ende September schließt das Flörsheimer Marienkrankenhaus nach 113 Jahren Tätigkeit in der jetzigen Form. Das sind 113 Jahre Flörsheimer Geschichte, die bei den Dernbacher Schwestern mit einem 18-Betten-Haus beginnt und über die Dominikanerinnen, die ab 1955 die Geschicke des Hauses von den Dernbacher Schwestern übernahmen, bis hin zur Marienhaus GmbH, die über die letzten 13 Jahre Verantwortung trugen.

Leider ist ein Belegkrankenhaus in der Größe des Marienkrankenhaus nicht mehr zu finanzieren. Die Summe der ausstehenden Erstattungen der Krankenkassen reicht bei weitem nicht mehr für eine vollumfängliche wirtschaftliche Tätigkeit, was zu einer finanziellen Schieflage führte. Dazu gehört auch, dass die Belegkrankenhäuser nur etwa eine 80 %ige Kostenerstattung im Vergleich zu vollstationären Kliniken erhalten. Das gültige Krankenhausgesetz sieht übrigens die Schließung kleinerer Krankenhäuser vor, was das Marienkrankenhaus in eben diese Situation führte.

Das Marienkrankenhaus, der Förderverein, die Flörsheimer Politik und viele andere suchten in den letzten Monaten nach Wegen, eine alternative Zukunft für den medizinischen Bereich zu finden. Nun ist es vollbracht. Beide Praxen –von Wail Saad und Dr. Rudolf Krancher – bleiben erhalten und bieten weiterhin ihre medizinischen Dienste für ihre Kunden an. Das ist eine großartige Nachricht, bietet sie nämlich die ideale Basis, um die Option eines Ärztezentrums weiterzuentwickeln.

Die Herausforderung für die Politik in der Stadt, dem Kreis, dem Land und dem Bund ist es nun, die stabilen Voraussetzungen für die Fortführung des alternativen medizinischen Standorts Marienkrankenhaus als Ärztezentrum zu schaffen. Unser Dank gilt ausdrücklich dem Team um Herrn Osypka, Frau Saal, Frau Nohles, Schwester Lucina und dem Freundes- und Förderkreis Marienkrankenhaus Flörsheim e.V. für ihren Einsatz. 

Im Übrigen teilen wir ausdrücklich nicht den anwaltlichen Weg, den Bürgermeister Antenbrink beim Marienkrankenhaus einschlägt. Aus der Presse ist zu entnehmen, dass Bürgermeister Antenbrink sagte: “Laut der vertraglichen Vereinbarungen hätte das Krankenhaus die Stadt über die geplante Schließung informieren müssen. Dies sei aber nicht geschehen, sodass die Verwaltung offiziell von einer Weiterexistenz des Krankenhauses über den 1. Oktober hinaus ausgehen muss“. In der Sondersitzung auf Antrag der SPD zur Schließung des Marienkrankenhauses wurde im Beisein von Bürgermeister Antenbrink über die Schließung debattiert. Für alle Flörsheimer Politiker ist die Schließung ein bitterer Fakt. Wir sind sicher, dass in Gesprächen mit Herrn Osypka alle offenen Fragen zu klären sind. 

Marcus K. Reif
Fraktionsvorsitzender CDU Flörsheim am Main

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