Weilbacher Ortsbeirat fühlt sich vom Verwaltungschef nicht ernst genommen

28. April 2017

FDP will Bürgermeister rügen

WEILBACH – Der Anlass war vergleichsweise gering, die Dimension der sich daran entzündenden Diskussion erheblich. Der Antrag der FDP zu einer einzelnen Laterne im alten Ortskern des Stadtteils geriet zur grundsätzlichen Debatte über die Wertschätzung des Gremiums, speziell durch Bürgermeister Michael Antenbrink. Dass Antenbrink mit dem Weilbacher Ortsbeirat seine Probleme hat, war in der Vergangenheit schon einige Male deutlich zu spüren, als eine gewisse überdrüssige Genervtheit des Bürgermeisters angesichts der Fragen und Anträge in dem Gremium förmlich zu greifen war.

Neue Straßenlaterne wird zum Streitobjekt

Am Montag ging es zunächst nur um die Frage, warum im Ortskern beim Austausch einer Straßenlaterne nicht das Design der ringsum stehenden Straßenlampen gewählt wurde.

Vermutungen wurden geäußert, vielleicht habe es ja mit der Umrüstung auf LED-Technik zu tun, doch den Grund kannte niemand. Auch Erster Stadtrat Sven Heß, an diesem Tag aus dem Urlaub zurückgekehrt und am Morgen von Bürgermeister Michael Antenbrink als Magistratsvertreter in den Ortsbeirat beordert, konnte nicht weiterhelfen. Er habe im Vorfeld vom Bürgermeister trotz Nachfrage keine Informationen zu den Anträgen auf der Tagesordnung bekommen.

Die Empörung darüber, nun so im luftleeren Raum diskutieren zu müssen, ging quer durch die Fraktionen und geriet auch zur grundsätzlichen Diskussion. Es sei nicht das erste Mal, dass der Ortsbeirat nicht richtig informiert werde, sagte Dorothea Thimm (CDU). Der Bürgermeister hätte Heß informieren müssen, wenn er ihn schon als Vertreter nach Weilbach schicke. Auch Frank Laurent (Galf) zeigte sich enttäuscht vom Bürgermeister.

Werner Duchmann (FDP) sprach sich gar für eine offizielle Rüge des Verwaltungschefs durch den Ortsbeirat aus und sagte, Antenbrink habe „unter der Hand“ schon öfter geäußert, dass ihn das Gremium nicht interessiere.

Ortsvorsteher Thomas Schmidt (CDU) wies auf die Möglichkeit hin, solche Kritik über den Stadtverordnetenvorsteher an den Magistrat weiterzuleiten.

Quelle: Main-Spitze vom 28. April 2017

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