Wolfgang Kollmeier: „Schlicht und ergreifend falsch“ #Schulkinderhaus

2. Juni 2017

ILSE-KAHN-HAUS Schuldezernent widerspricht Bürgermeister / Zuständigkeit bei Stadt

FLÖRSHEIM – „Schlicht und ergreifend falsch“, nennt Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Wolfgang Kollmeier (CDU) die Aussagen von Bürgermeister Michael Antenbrink zum seit Jahren geplanten Ausbau des Schulkinderhauses an der Paul-Maar-Schule. Dort werden aktuell rund 100 Kinder in einem Gebäude betreut, das einst für 65 Jungen und Mädchen geplant war. Dass es mit der geplanten Erweiterung nicht vorangeht, obwohl die nötigen Vereinbarungen zwischen Stadt und Kreis über die Nutzung eines Kreisgrundstücks für einen Erweiterungsbau längst getroffen wurden, hatte Bürgermeister Michael Antenbrink jüngst damit begründet, dass die Stadt für die Schulkindbetreuung nicht zuständig sei.

Darstellung nachdrücklich zurückgewiesen

Zunächst hätte sich die Verwaltung um ihre originären Aufgaben kümmern müssen, bevor sie für den Kreis in die Bresche springe, sagte Antenbrink vor einigen Tagen. Die Darstellung des Bürgermeisters hat Kollmeier jetzt nachdrücklich zurückgewiesen. Der Kreisbeigeordnete betont, er wolle aber keine Schärfe in die Diskussion bringen – die Schulkindbetreuung sei eine große Gemeinschaftsaufgabe, bei der jeder seinen Beitrag leisten müsse, damit man gemeinsam zum Ziel komme.

Als Schulträger habe der Kreis zwar einerseits einen Blick darauf, dass die Schulkindbetreuung grundsätzlich an allen Standorten angeboten werde. Dafür stelle der Kreis auch kostenfrei Schulräume bereit, soweit Unterricht dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt werde. Darüber hinaus liege es aber in der Zuständigkeit der Kommunen, weitere Räume zu schaffen, indem sie zum Beispiel Schulkinderhäuser bauen, in Absprache mit dem Kreis Pavillons aufstellen oder auch vom Kreis nötigenfalls Räume anmieten, so Kollmeier in einer Stellungnahme. So verhalte es sich auch bei der Erweiterung des Schulkinderhauses an der Paul-Maar-Schule: Die Stadt nehme ihre Aufgaben wahr, und der Kreis stelle dafür das Schulgelände zur Verfügung.

Quelle: Main-Spitze vom 1. Juni 2017

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