Daniel Hamzeh begann mit 14 Jahren sein politisches Engagement / setzt auf solide Finanzen

Wenn es um Kritik an politischen Entscheidungsträgern geht, fackeln viele Menschen nicht lange. Vom bloßen Jammern in sozialen Medien wird allerdings nichts besser. Das hat der Weilbacher Daniel Hamzeh schon in jungen Jahren erkannt. „Ich fand es blöd, wenn Leute nur gemeckert haben und nicht anpacken wollten“, sagt der 21-Jährige, der vor sieben Jahren die Initiative ergriff und in die Junge Union (JU) eintrat. Mit 14 habe er beschlossen, die Wahlprogramme der großen Parteien zu studieren, erzählt Hamzeh. Dies führte ihn zur Jugendorganisation der CDU, die er mittlerweile nicht nur in Flörsheim leitet. Als erster Flörsheimer wurde Hamzeh im Februar zum Vorsitzenden der JU Main-Taunus gewählt.

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Familiäre Fußstapfen, in die der Weilbacher treten konnte, gab es nicht. Niemand in seiner Familie sei politisch aktiv gewesen. „Ich bin der Erste“, erklärt der 21-Jährige. Ein Interesse für Politik habe ihn schon immer begleitet. Doch was gab den Ausschlag für die CDU? „Ich würde mich selbst in der politischen Mitte einordnen“, sagt Daniel Hamzeh. Die CDU mache in diesem Bereich das beste Angebot, findet der junge Mann. Es wäre aber auch denkbar gewesen, dass er sich für die FDP entscheidet. „Du wirst nie eine Partei finden, mit der du 100 Prozent zufrieden bist“, meint Hamzeh. „Es sei denn, du gründest deine eigene.“ Seine Entscheidung für die Union habe er allerdings bis heute nicht bereut, sagt der JU-Chef.

Schon kurz nach seinem Eintritt wirkte Daniel Hamzeh als Beisitzer im Vorstand der Flörsheimer Jugendorganisation mit. Auch danach scheute er sich nicht, mehr zu wagen: Mit 16 Jahren wurde er in den Vorstand der CDU Flörsheim und in den Kreisvorstand der Jungen Union gewählt. 2024 übernahm er den JU-Vorsitz in seiner Heimatstadt. Im Februar folgte dann der Aufstieg auf Kreisebene. Die Mitglieder wählten den Flörsheimer einstimmig zum Vorsitzenden der JU Main-Taunus.

Daniel Hamzeh absolviert ein duales Studium der Wirtschaftsinformatik. Drei Tage pro Woche arbeitet er in einer Unternehmensbank. Von August bis Mitte Januar verbrachte der 21-Jährige ein Auslandssemester in Portugal. In die Arbeit der Jungen Union sei er während dieser Zeit über viele Telefonate eingebunden gewesen, erzählt der Christdemokrat. Digitale Inhalte beschäftigen Hamzeh nicht nur im Studium. „Ich habe den Anspruch, dass die JU Main-Taunus der digitalste Kreisverband in Hessen wird“, sagt der Vorsitzende. Der Verband nutze bereits ein Online-Portal, um Tagesordnungen, Protokolle und Anträge zu organisieren. „Man muss immer da sein, wo die Jugend ist“, sagt Daniel Hamzeh. Es sei leichter, online extreme Ansichten zu verbreiten als gemäßigte, erklärt der JU-Chef. Seine Antwort? „Man muss versuchen, authentisch zu sein.“

Die JU Flörsheim zählt derzeit 20 Mitglieder. Auf Kreisebene sind rund 320 Personen angemeldet. Wenn es um politische Inhalte gehe, schaue die Junge Union im Kreis vor allem auf die Konsolidierung des Haushalts, sagt Hamzeh. Weitere Ziele seien Bürokratieabbau, Digitalisierung und Mitgliederanwerbung. Sein Fokus liege aktuell auf der Verbesserung der JU-Organisation. Viel Zeit für Freizeit bleibt dem Doppel-Vorsitzenden derweil nicht. Er versuche, regelmäßig Sport im Fitnessstudio zu machen. „Viel mehr ist nicht drin“, räumt der Weilbacher ein. Er sehe die Arbeit, die er für die JU aufwendet, jedoch als Zeit mit Freunden. Hamzeh möchte junge Menschen, die Vorurteile gegen ein politisches Engagement haben, einladen, seinem Beispiel zu folgen. „Ich sag’ immer: Einfach mal hingehen.“

Quelle: Höchster Kreisblatt von Dienstag, 5. Mai 2026


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