CDU bleibt dabei: Neubaugebiet unter Einflugschneise nicht zu verantworten

28. Januar 2014

Die Flörsheimer CDU bleibt dabei: „Die Ausweisung eines Neubaugebiets direkt unter der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens ist nicht zu verantworten. Das ist auch für diejenigen, die bereits unter der Einflugschneise leben und gegen diese Belastung protestieren, ein Schlag ins Gesicht.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende Marcus Reif reagiert damit auf eine Amtliche Bekanntmachung des Magistrats, dass in Flörsheim westlich der Wickerer Straße ein Neubaugebiet ausgewiesen werden solle. Das neue Baugebiet sei nämlich ausgerechnet dort geplant, wo Flugzeuge die neue Landebahn Nordwest anfliegen.

„Kein Witz! Ausgerechnet in Flörsheim! Neubaugebiet in Einflugschneise“ hatte die Bild-Zeitung damals auf Seite 3 groß aufgemacht, als das Vorhaben bekannt wurde. Ausgerechnet direkt in der Einflugschneise wolle die Stadt ein neues Baugebiet genehmigen. Auch in der Lokalpresse sei das Vorhaben ein großes Thema gewesen. Das Presseecho war generell vernichtend.

CDU-Parteivorsitzender Steffen Bonk erinnert daran, dass die Aufstellung eines Bebauungsplans für dieses belastete Gebiet schließlich gegen die dringenden Einwände der CDU von der rotgrünen Mehrheit der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung durchgesetzt worden sei.

Die Flörsheimer CDU ist nach wie vor dagegen, ausgerechnet an dieser Stelle eine so verdichtete Wohnbebauung zu ermöglichen, wie es dort vorgesehen sei. „Fluglärm macht krank“, betont der Fraktionsvorsitzende Marcus Reif. Er verweist auf aktuelle wissenschaftliche Studien, wonach der Fluglärm das Risiko für Herz- und Kreislaufleiden sowie Krebserkrankungen deutlich erhöhe. “Die Entscheidung von Rot-Grün für dieses Baugebiet konterkariert doch massiv den einmütigen politischen Protest gegen den Flughafenausbau mit der Nordwestlandebahn! Mit der Ausweisung dieses Neubaugebiets schwächen wir zudem in erheblichem Maß unsere Verhandlungsposition gegenüber Landespolitik, den Gerichten sowie gegenüber der Fraport und den Luftfahrtgenehmigungsinstanzen. Jetzt schon haben wir in Flörsheim durch das Bekanntwerden dieses Neubauvorhabens viel an Glaubwürdigkeit verloren, was unser seitheriges gemeinsames Eintreten gegen die Belastungen durch den zunehmenden Flugverkehr betrifft“, bedauert Reif. Flörsheim, das bekanntlich am meisten unter den extremen Tiefflügen über der Wohnbebauung zu leiden habe, sollte nach wie vor solidarisch sein mit den Menschen in der Rhein-Main-Region und kein Jota von der gemeinsamen Haltung abweichen im notwendigen Kampf für den Erhalt der menschlichen Gesundheit und der Lebensqualität.

Hinweis:

Die Amtliche Bekanntmachung des Magistrats vom 23.01.2014 in der „Flörsheimer Zeitung“ ist zur weiteren Information beigefügt: Amtl. Bekanntmachung in der Flörsheimer Zeitung

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