CDU Flörsheim am Main gratuliert Günther Chwalek zum 90. Geburtstag

2. Oktober 2019

Wir wünschen unserem Weggefährten und politischen Mitstreiter Günther Chwalek herzlichen Glückwunsch zum einem wunderbaren 90. Geburtstag, alles Gute und weiterhin beste Gesundheit.

Und die Main-Spitze schreibt dazu:

Wie man fit und gesund 90 Jahre alt wird

Günther Chwalek ist ein charmanter Senior, ganz Gentleman. Seit 30 Jahren genießt er seinen dritten Lebensabschnitt. „Ich bin jeden Tag dankbar für ein gemütliches Frühstück und das Lesen der Tageszeitung.“

Der langjährige Flörsheimer CDU-Kommunalpolitiker konnte in diesen Tagen seinen 90. Geburtstag feiern. Im August beging er mit seiner Frau Gisela, eine geborene Nasemann aus der Häfnergasse, das seltene Fest der Eisernen Hochzeit: Seit 65 Jahren sind die beiden verheiratet. Chwalek ist Vater von zwei Kindern und zwei Enkeln.

Der Hochbetagte dürfte Hessens ältester Pressesprecher eines Vereins sein: Seit mehr als 20 Jahren informiert er zuverlässig über die Veranstaltungen von Flörsheims ältestem Verein, dem Gesangverein Sängerbund, und ist als stellvertretender Vorsitzender des BdV (Bund der Vertriebenen) dort ebenfalls Pressesprecher.

Günther Chwalek, der aus Oberschlesien stammt, ist das jüngste von fünf Kindern. 1945 wurde er mit seiner Familie aus der alten Heimat vertrieben. Nach Stationen im Sudetenland, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wurde Flörsheim am 12. April 1946 seine neue Heimat. Für seinen Arbeitgeber, die Farbwerke Hoechst, reiste der Industrie- und Exportkaufmann durch ganz Europa und einige Länder in Asien: „Schon 1959 konnte ich das erste Mal beruflich in mein Heimatdorf Tost zurück. Dort habe ich den großen Unterschied zwischen einem Leben in der Diktatur und in einer freien Demokratie erlebt.“ Eine Stasi-Akte war über den „Handlungsreisenden“ angelegt worden, in die er nach dem Mauerfall Einsicht genommen hat.

Nach Flucht und Vertreibung fand Chwalek schnell in der katholischen Jugend in der Gruppe mit Heinz-Josef Großmann, Alex Platt und dem heutigen Flörsheimer Ehrenbürger Mathäus Lauck Anschluss. Unvergessen sind die Zeltlager im Wispertal, wo die Jungen mit Essen gut versorgt wurden.

Seit er 1990 aus dem Berufsleben ausgeschieden war, engagierte Chwalek sich intensiv in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt, im Vereinsleben und in weiteren sozialen Bereichen wie der Kirchengemeinde St. Josef. Schwerpunkte seiner mehr als 20 Jahre als Stadtverordneter und Magistratsmitglied waren die Sozialpolitik, die Sorge um das Miteinander von Jung und Alt. Er entschied mit über den Mainturm-Kindergarten, die Erschließung des Baugebiets Nord, den Bau der Wickerer Bahnunterführung und das Konzept der Innenstadtbelebung: „Im Nachhinein bin ich froh, dass aus dem geplanten Einkaufszentrum die Flörsheim-Kolonnaden nördlich der Bahn wurden.“

Der Senior liest gern, vor allem Sachbücher über aktuelle soziale Probleme. Sein Lieblingsautor aber ist Josef von Eichendorff. Denn der stammt ganz aus der Nähe von Chwaleks Heimatdorf. Dort befindet sich das „Ahnschloss der Chwaleks“ seit dem 18. Jahrhundert. Die Burgruine wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Heute finden dort die festlichen Abende mit dem Freundeskreis Pyskowice statt, dem Chwalek seit der Gründung angehört, ebenso wie dem Freundeskreis Pérols. Chwalek spricht von „vielen befruchtenden Freundschaften, die ich seither pflege“.

Als möglichen Grund für seine Fitness vermutet der 90-Jährige seine intensive Reisetätigkeit: „Ich habe nicht jahrzehntelang auf einem Bürostuhl gesessen, bin ständig mit neuen Menschen zusammen gekommen.“ Jahrzehntelang habe er an den Wochenenden in der Sauna und beim Schwimmen Erholung gefunden. Radtouren führten ihn durch ganz Deutschland. Begeistert erzählt er von einer Radtour von acht Tagen mit seiner Tochter an die Nordsee. Noch heute radelt er täglich auf seinem Heimtrainer.

„Meine Familie ist mein Lebensmittelpunkt und ein Hauptgrund meiner Lebensfreude.“ In seinen „alten Tagen“ halte er es mit Johann Wolfgang von Goethe: „Wenn man alt ist, muss man zeigen, dass man noch Lust hat, zu leben.“

Quelle: Main-Spitze vom 2. Oktober 2019

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