Entwicklung des Marienkrankenhauses zu einem Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum als sozialer Campus

1. Oktober 2017

Für eine gute Zukunft des Marienkrankenhauses und eine Sicherung der medizinischen Versorgung in Flörsheim am Main sehen wir – die CDU-Fraktion – eine Chance in einem Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum als sozialer Campus. Hierfür haben wir einen Antrag formuliert, der gemeinsam mit der Kommunalpolitik und der Marienkrankenhaus GmbH bzw. der Waldbreitbach GmbH sowie den Ärzten und Medizinern ein Konzept erarbeiten soll. Hier unser Antrag: 

Antrag der CDU-Fraktion in der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung

Entwicklung des Marienkrankenhauses zu einem Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum als sozialer Campus

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Flörsheim am Main beauftragt den Magistrat, gemeinsam mit der Marienkrankenhaus GmbH bzw. der Waldbreitbach GmbH ein Konzept zu erstellen zur zukünftigen Entwicklung des ehemaligen Marienkrankenhauses in ein Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum. Das Konzept soll bis zum Ende des 1. Quartals 2018 dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt werden.  

Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt ausdrücklich, dass die Praxen von Wail Saad und Dr. Rudolf Krancher erhalten bleiben und erklärt im Grundsatz den Willen zur Entwicklung eines Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum.

Begründung:

Ende September schließt das Flörsheimer Marienkrankenhaus nach 113 Jahren Tätigkeit in der jetzigen Form. Das sind 113 Jahre Flörsheimer Geschichte, die bei den Dernbacher Schwestern mit einem 18-Betten-Haus beginnt und über die Dominikanerinnen, die ab 1955 die Geschicke des Hauses von den Dernbacher Schwestern übernahmen, bis hin zur Marienhaus GmbH, die über die letzten 13 Jahre Verantwortung trugen.

Leider ist ein Belegkrankenhaus in der Größe des Marienkrankenhauses nicht mehr zu finanzieren. Die Summe der ausstehenden Erstattungen der Krankenkassen reicht bei weitem nicht mehr für eine vollumfängliche wirtschaftliche Tätigkeit, was zu einer finanziellen Schieflage führte. Dazu gehört auch, dass die Belegkrankenhäuser nur etwa eine 80 % ige Kostenerstattung im Vergleich zu vollstationären Kliniken erhalten. Das gültige Krankenhausgesetz sieht übrigens die Schließung kleinerer Krankenhäuser vor, was das Marienkrankenhaus in eben diese Situation führte.

Das Marienkrankenhaus, der Förderverein, die Flörsheimer Politik und viele andere suchten in den letzten Monaten nach Wegen, eine alternative Zukunft für den medizinischen Bereich zu finden. Nun ist es vollbracht. Alle Mediziner und Praxen, die im Marienkrankenhaus aktiv sind, dazu gehören auch die Dialyse, Physiotherapeuten und die Augenärzte, sowie die beiden Praxen – von Wail Saad und Dr. Rudolf Krancher – bleiben erhalten und bieten weiterhin ihre medizinischen Dienste für ihre Kunden aus Flörsheim und der Region an.

Wir regen zusätzlich an, dass weitere Ärzte, z. B. Allgemeinmediziner, aber auch weitere Facharztpraxen für dieses Flörsheimer Ärzte-, Praxis- und Gesundheitszentrum gewonnen werden können. Insbesondere kann dieses Zentrum für die mittelfristige Zukunft der ärztlichen Betreuung in Flörsheim einen wichtigen Beitrag leisten, bezieht man die hiesigen Praxen in die Betrachtung mit ein.

Diese Entscheidung weist den Weg in eine gedeihliche Zukunft des ehemaligen Marienkrankenhauses als Standort für ein Flörsheimer Ärztezentrum. Dieses Ärztezentrum kann mit der Unterstützung der Stadt Flörsheim am Main eine gute Zukunft haben und somit wichtige medizinische Versorgung in der Stadt Flörsheim halten und weiterentwickeln.

Flörsheim am Main, dem 30. September 2017                                              

Marcus K. Reif                                                    Michael Kröhle
Fraktionsvorsitzender                                      Fachsprecher HFA


Download des Antrags

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