Herbstlicher Treff der Wickerer CDU

4. Dezember 2012

(elf). Nach einem kurzen politischen Einstieg ging die Wickerer CDU bei ihrem herbstlichen Bürgertreff am Freitag recht bald zum gemütlichen Teil des Abends über. Inspiriert vom gleichnamigen Film, der beim Seniorenkino gezeigt worden war, hatten die Organisatoren das Thema „Feuerzangenbowle“ gewählt und fanden dafür in der urigen früheren Straußwirtschaft des Großvaters von Marcel Anthes einen höchst passenden Rahmen.

FeuerzangenbowleZunächst ging Christopher Willmy auf sein Amt als Ortsvorsteher ein, das er seit einem Jahr inne hat und das weniger mit Außenwirkung als eher mit dem Kontakt zur Bevölkerung und einem offenen Ohr für deren Belange, wie zum Beispiel eine neue Bepflanzung am Eingang vom Tor zum Rheingau, zu tun habe. Einstimmig beschlossen sei inzwischen der Bau des Kreisels in der Kirschgartenstraße/Flörsheimer Straße/Am Graben, eine Baumaßnahme, die wohl im Jahr 2014 realisiert werde.

„Das war ein großes Brett, das wir gebohrt haben“, ging auch Erster Stadtrat Markus Ochs auf das Projekt ein, das bereits mit 350 000 Euro Zuschuss im Haushalt stehe. Besonders aber informierte er über die im Ortsbeirat geforderte U3-Betreuung in Wicker und sprach von einer großen Überraschung, dass der durch den Flughafenausbau befürchtete Exodus von Familien ausgeblieben sei. Zwar hätten einige Flörsheimer ihre Häuser verkauft, aber junge Familien seien wohl wegen der guten Infrastruktur zugezogen und damit sei auch der Bedarf an Kita-Plätzen nicht wie vermutet geringer geworden. Auf der Suche nach Erweiterungsmöglichkeiten sei man höchstens in der Nachbarschaft der konfessionellen Kita-Einrichtung fündig geworden, dem städtischen Areal des dortigen Spielplatzes. Wenn die Verhandlungen hier positiv laufen, könne man ab 2013 hier etwas Neues schaffen.

Und schon ging das Licht aus, und bei Kerzenschein stimmte Norbert Hegmann stilecht mit Zylinder auf die Feuerzangenbowle ein, die im Buch von Heinrich Spoerl als „Mittelding zwischen Gesöff und Hexerei“ beschrieben wurde. Bald züngelten die bläulichen Flammen von den Zuckerhüten, und die Rum getränkten Tropfen bereicherten den heißen Rotwein, der den rund 30 Gästen fortan den Abend versüßte.

Zu dem vor 68 Jahren uraufgeführten Film mit Heinz Rühmann hatte Markus Ochs eine interessante Rezension zur Entstehungsgeschichte gefunden, nach der der 1944 entstandene Kultfilm noch von Hermann Göring freigegeben werden musste. Er wurde zum Amüsement für die Generation des Wirtschaftswunders und war Inspiration für einen höchst harmonischen CDU-Abend unter Gleichgesinnten.

Quelle: Main-Spitze vom 4. Dezember 2012

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