Die Ortsbeiratssitzung in Weilbach brachte Klarheit in einer Hinsicht: Mit einem schnellen Baubeginn der lang ersehnten Ortsumgehung ist nicht zu rechnen. Thomas Ramolla von Hessen Mobil machte deutlich, dass ein konkreter Baubeginn „seriös nicht zu nennen“ sei – auf Nachfrage räumte er jedoch ein, dass die Zahl eine „3 davor“ haben werde. Frühestens 2030 könnten also die Baumaschinen rollen.

Aktueller Planungsstand

Nach der Offenlage des zweiten Bauabschnitts liegt eine umfangreiche Stellungnahme von Hessen Mobil vor. Das beauftragte Ingenieurbüro arbeitet die Anregungen derzeit ein – darunter eine Fledermaus-Überflughilfe sowie ein vergrößertes Regenrückhaltebecken. Die überarbeiteten Planungen sollen voraussichtlich im November der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Zeitplan

  • Abschluss des Baurechtsverfahrens: voraussichtlich spätestens 2027
  • Anschließend rund ein Jahr Ruhephase für mögliche Normenkontrollklagen
  • Ausführungsplanung durch Hessen Mobil: danach
  • Baubeginn: frühestens 2030

Finanzierung gesichert – Ressourcen knapp

Die Sorge um eine Streichung des Projekts ist laut Hessen Mobil unbegründet. Die Weilbacher Umgehung gehört weiterhin zum „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. Der Kosten-Nutzen-Wert liegt deutlich über drei – für eine Gefährdung des Projekts wäre eine Verdreifachung der Baukosten nötig. Engpässe bestehen allerdings bei den personellen Ressourcen: Aktuell binden die Ortsumgehungen Idstein, Hofheim und Usingen erhebliche Kapazitäten bei Hessen Mobil.


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