keine Deponie-Erweiterung auf Kosten der Flörsheimer und Wickerer

26. November 2019

Zur Informationsveranstaltung der RMD wegen Deponieerweiterung

Flörsheim ist bereits durch das Sonderopfer der Nordwestlandebahn mit Lärm höchst belastet. Die hohe Verkehrsbelastung an den Durchgangsstraßen belastet die Stadtmitte und die Stadtteile ebenfalls. Auch die ICE-Schnellbahntrasse darf in dieser Aufzählung nicht fehlen. Die Bürger des Stadtteils Wicker haben die faktische Schließung der ehemaligen Hausmülldeponie in Wicker, verkündet im Jahr 2005, damals als ein willkommenes Signal zur Reduzierung der Belastungen gewertet. 

In der heutigen Informationsveranstaltung der RMD wegen einer möglichen Deponieerweiterung wurde der Unmut der Anwesenden sehr deutlich. Technisch mag die Option einer Deponie auf der Deponie sinnvoll sein, allerdings ging es den Anwesenden nicht um die Bewertung einer technischen Deponieverlängerung mit einer Betriebslaufzeit von 20 Jahren. Es ging um das Versprechen der Deponieschließung, welches die damalige Geschäftsführung gemeinsam mit den beiden Landräten des Main-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises gaben. Die Wickerer und Flörsheimer haben ihren Frieden mit der Schließung der ehemaligen Hausmülldeponie gemacht. 

Die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung ist bis heute noch nicht über die Pläne einer Deponieerweiterung informiert worden. In der Informationsveranstaltung tat die BI Massenheim kund, dass sie seit Beginn dieses Jahres mit der Geschäftsführung im Austausch wegen der Erweiterungspläne stünde. „Das irritiert uns maßlos, dass die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung die Details einer möglichen Deponieerweiterung aus einer Informationsveranstaltung erfährt. Die Deponie liegt auf Flörsheimer Gemarkung, die Stadtverordnetenversammlung will als gewählte Vertretung ihrer Verantwortung auch nachkommen und über diese Pläne diskutieren und Argumente austauschen“, so Christopher Willmy, Ortsvorsteher Wicker, im Namen der CDU-Fraktion. „Letztlich ist es die Flörsheimer Kommunalpolitik, die eine Vereinbarkeit einer 20 Jahre längeren Laufzeit für ihre Bürger einschätzen kann“.

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