Kleine Umgehung Weilbach soll in den Bundesverkehrswegeplan

20. Februar 2013

(elf). Macht es Sinn, die „Kleine Umgehung Weilbach“ als Projekt für den Bundesverkehrswegeplan 2015 anzumelden? Mit dieser Frage konfrontierte Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) den Weilbacher Ortsbeirat und informierte über seine diesbezüglichen Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium.

Dabei wollte er es vermeiden, durch irgendwelche Fehler eine mögliche Finanzierung durch den Bund zu verwirken, wenn die städtischen Planungen schneller Erfolg zeigen als die Bundespläne. Zwar habe er bei dem konstruktiven Gespräch natürlich keine Finanzierungszusage bekommen, aber nun sei klar, dass es einen Versuch wert sei, eine Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan anzustreben, ohne dass man auf das Erlangen des Baurechts als Gemeindestraße verzichten müsse. Voraussetzung sei, dass bei der Planung die Vorgaben für eine Bundesstraße berücksichtigt werden: „Wir können also mit Hochdruck weiter planen“. Somit war der Ortsbeirat einstimmig dafür, das Projekt für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans 2015 anzumelden.

30 neue Wohnungen

Einstimmig angenommen wurde auch der Bebauungsplan „Alleestraße“ im Ortsteil Bad Weilbach, für den die erforderlichen Stellungnahmen aller Behörden vorlagen. Auf dem Areal westlich der Flörsheimer Straße, wo früher eine Gärtnerei war, sollen 30 Wohneinheiten entstehen. Laut Eigentümer seien bereits Interessenten für die Bebauung vorhanden, so der Rathauschef.

Erneut ging es zudem um den CDU-Antrag, ein Holzkreuz auf dem alten Friedhof zu errichten. Hier hatte Gerlinde Goldbach-Thimm (CDU) Erfreuliches zu berichten, denn sie hatte nicht nur in der evangelischen und katholischen Gemeinde Befürworter, sondern auch aktive Unterstützer für eine für die Stadt kostenlose Realisierung. Dabei stellte Antenbrink allerdings klar, dass auch für die Pflege und Verkehrssicherheit Sorge getragen werden müsse, denn das sei nicht Aufgabe der Stadt.

Lauck tritt zurück

Eigentlich war mit dem einstimmigen Votum für Horst Spengler als bisherigem und neuem Ortsgerichtsschöffen das Pensum der Tagesordnung abgearbeitet, doch der Vorsitzende des Ortsbeirats, Heinz Lauck (CDU), meldete noch eine Aussage in eigener Sache an und verkündete, dass er zum 28. Februar seinen Ortsbeiratsvorsitz und sein Mandat aus Altersgründen zurückgeben werde. Während scherzhaft gleich Parallelen zum Papstrücktritt gezogen wurden, bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit und Gesprächskultur: „Sie haben mir das Amt leicht gemacht“, lobte er seine Kolleginnen und Kollegen, doch mit Blick auf seinen 66. Geburtstag wolle er nun jungen Leuten die Chance geben. Als Stadtverordneter bleibe er dem kommunalen Ehrenamt aber erhalten. Bis zur nächsten Ortsbeiratssitzung am 15. April mit Neuwahl wird Martina Pokowietz als Stellvertreterin das Amt übernehmen.

Quelle: Main-Spitze vom 20. Februar 2013

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