Ortsbeirat Stadtmitte: Zusätzliche Ausfahrt gefordert

15. September 2010

Von Elke Flogaus

ORTSBEIRAT STADTMITTE Debatte um Verkehrschaos am Norma-Parkplatz

Bei der Sitzung des Ortsbeirats Stadtmitte wurde das Verkehrschaos auf dem so genannten „Norma-Parkplatz“ zum zentralen Thema, nachdem die CDU in einem Antrag eine „Kfz-taugliche Verbindung zwischen den Parkplätzen an der Wickerer Straße und der Bahnhofstraße“ gefordert hatte.

„Durch eine zusätzliche Ausfahrt von dem Parkplatz zur Bahnhofstraße als Einbahnregelung könnte ein Rückstau der Autos verhindert werden“, begründete Michael Bayer (CDU) für seine Fraktion die Überlegungen und fand dabei so manchen Befürworter für diese mögliche Entzerrung des Autoverkehrs auf dem Parkplatz in der Innenstadt.

„Mit ein paar Knöllchen mehr wäre das Problem schnell gelöst“, fand dagegen Peter Kluin (Galf), der auf widerrechtliches Parken hinwies und vom SPD-Kollegen Karl-Heinz Landwehr mit dem Wunsch nach mehr Polizeipräsenz Unterstützung fand.

Mit einigen Argumenten gegen eine Durchfahrtlösung auf dem Parkplatz wartete Bürgermeister Michael Antenbrink auf. So könne dadurch schnell ein Schleichweg zur Umgehung der Ampel an der Wickerer-Bahnhof-Straße entstehen und damit auch die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern gefährdet werden. Zudem werde auf dem Platz demnächst eine neue Baustelleneinrichtungsfläche entstehen und bei einer Abfahrt als Provisorium mit neuer Asphaltierung kämen neue Kosten auf die Stadt zu.

Schließlich käme man damit auch nicht der Mentalität vieler Autofahrer bei, „immer ganz vorne stehen zu wollen“. Schließlich bot er das neuerliche Einführen eines Halteverbots an der Hauswand des Textilhauses Scharfenbaum an und bewegte damit die CDU, ihren Antrag zurückzunehmen.

Ganz ohne Diskussionen passierte der Bebauungsplan „Die Boin, 2. Änderung“ das Gremium, dem die Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung vorlagen. Darin hatten die Fraport AG, der Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises, das Landesamt für Denkmalpflege und die Netzdienste Rhein/Main AG „grundsätzlich keine Bedenken“ gegen die Bebauung des Areals zwischen Mosel- und Wickerer Straße geäußert. Abschließend informierte der Rathauschef den Ortsbeirat über einen Namensvorschlag für die neue Straße auf dem ehemaligen Hertiegelände, die jetzt von der Weilbacher Straße gleich hinter der Kreuzung Rheinallee abzweigt: Sie soll vom Magistrat künftig als „Mariechen-Graulich-Straße“ abgesegnet und damit einer sozial engagierten Flörsheimer Bürgerin gewidmet werden.

Quelle: Main-Spitze vom 15.09.2010.

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