Stadtverordnetenversammlung: „Keine Alternative“ zur Sanierung der Weilbachhalle

9. Oktober 2010

WEILBACHHALLE Stadtverordnetenversammlung beschließt Maßnahmen für 3,5 Millionen

Den Eindruck von erstaunlicher Einmütigkeit hinterließ die Stadtverordnetenversammlung mit einer Reihe einstimmiger Beschlüsse, die ohne jegliche Wortgefechte über die Bühne gingen. Wortmeldungen gab es lediglich beim Thema „Sanierung der Weilbachhalle“, obwohl man sich auch hier einig war.

„Am meisten freut es mich, dass alle Fraktionen unter einen Hut gebracht werden konnten“, verkündete Werner Duchmann (FDP) und wies auf die Wichtigkeit der Halle in Weilbach für Sport und Festlichkeiten hin. Als zukunftsträchtige Maßnahme für den Stadtteil nannte auch Thomas Schmidt (CDU) die Sanierung der enormen Schäden, für die es „aus unserer Sicht keine Alternative gibt“.

Wie Schmidt forderte SPD-Fraktionschef Gerd Mehler einen Zeitplan für die Auslagerung sportlicher und sonstiger Aktivitäten während der rund 18 Monate Bauzeit und wies bei einer optimalen, aber nicht maximalen Lösung auf die Kosten von knapp 3,5 Millionen Euro hin. Sven Hess (Galf) hatte sogar Bedenken, dass sich durch brandschutztechnische Probleme möglicherweise Mehrkosten ergeben könnten, und blickte gespannt in Richtung Haushaltsberatungen, wie man künftig die Finanzsituation verbessern wolle.

Galf-Kollege Peter Kluin fand einerseits die vielen aufgeführten Schäden der 1972 erbauten Sport- und Kulturhalle erschreckend, hätte sich aber bei der Sanierung mehr Gewicht auf Energieeinsparung gewünscht. Immerhin würdigte er als kleinen Schritt, dass ein späteres Nachrüsten mit Solar möglich sei. Dass allerdings die Halle einst als Geschenk der Stadt Flörsheim für die Eingemeindung nach billigstem Standard, so Kluin, gebaut worden war, diesen Vorwurf wollte Norbert Hegmann (CDU) als früherer Weilbacher Bürgermeister so nicht stehen lassen: „Flörsheim hat die Sport- und Kulturhalle größer gebaut, als die Weilbacher damals gewünscht hatten.“

Den ersten Nachtrag zum Haushaltsplan 2010 nahm Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) zum Anlass, über einen um rund 1,9 Millionen geringeren Finanzfehlbedarf von jetzt 5,4 Millionen hinzuweisen. „Das ist kein Grund zu voreiligem Optimismus“, warnte er allerdings mit Blick auf den fertigen Haushaltsentwurf 2011, in dem man die Acht-Millionen-Grenze überschreiten werde. Er erwarte daher schwierige Haushaltsberatungen, bei denen es um deutliche Anhebungen bei Abfallbeseitigungskosten, Abwassergebühren und Grundsteuern gehe.

Pressespiegel:

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