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Die Flörsheimer CDU-Fraktion hat für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag ausgearbeitet, mit dem die Erstellung eines Lärmkatasters mit einem Lärmminderungskonzept für die gesamte Stadt gefordert wird. Damit sollen, wie der Partei- und Fraktionsvorsitzende Marcus Reif in seiner Vorlage schreibt, die verschiedenen Lärmquellen im gesamten Gemeindegebiet erfasst werden, um daraus ein effizientes Lärmminderungskonzept für Flörsheim zu entwickeln.

Mehr als jemals zuvor würden die Stadt Flörsheim sowie die Stadtteile vom Lärm förmlich überrollt, betont der Erste Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Markus Ochs, der diese Initiative für ein Lärmkataster angeregt hatte. Wenn es nicht die Flugzeuge seien, die vor allem bei Ostwetterlagen mit einer Riesenlautstärke über die Mainstadt in Richtung neuer Nordwest-Landebahn donnerten, so sei es der immer mehr zunehmende Kraftfahrzeugverkehr oder der Lärm der Bahn, der die Anwohner nerve. Für ihn ist es deshalb klar, „dass für jede weitere städtebauliche Entwicklung ein Lärmminderungskonzept eigentlich eine Pflicht sein sollte“.

Das Konzept müsse als Grundlage für eine seriöse Bestandsaufnahme nicht nur den Lärm der landenden und startenden Flugzeuge, sondern auch den Straßenlärm sowie alle weiteren Lärmquellen, wie beispielsweise den Bahnverkehr, aufzeigen. Flörsheim brauche dringend Maßnahmen zur Entlastung der Bürger direkt dort, wo der Lärm in der gesamten Stadt zu einer echten Belastung geworden ist. Denn nicht nur der Flugverkehr, sondern auch der weiter zunehmende Fahrzeugverkehr rund um den Flughafen würden in den nächsten Jahren noch mehr Belastungen in die Mainstadt bringen, ist sich Markus Ochs sicher.

Antrag als PDF zum Download:

 Antrag Stadtverordnetenversammlung – Lärmkataster mit Lärmminderungskonzept für Flörsheim – 2012-03-24 (2)


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Weilbacher CDU fordert: Schon auf der Autobahn auf Durchfahrtsverbot für Schwerlastverkehr hinweisen

Für die nächste Sitzung des Weilbacher Ortsbeirats haben die Mandatsträger der CDU den Antrag eingebracht, bei den zuständigen Behörden darauf hinzuwirken, dass bereits auf der A 66 deutlich darauf hingewiesen wird, dass für die Gesamtstadt Flörsheim ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr besteht. Sie wollen damit erreichen, dass diese LKWs gar nicht erst unnötigerweise von der Autobahn herunter fahren und so an der für sie gesperrten Ortsdurchfahrt von Weilbach ankommen und nicht weiterwissen. Diese Hinweisschilder auf der Autobahn seien nach den von ihnen gemachten Beobachtungen dringend notwendig; denn dies werde mit Sicherheit auch einen entsprechenden Erfolg mit sich bringen, betonen die Unterzeichner, der Ortsvorsteher Heinz Lauck und der Weilbacher CDU-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Schmidt.

Vor vielen Jahren sei auf Antrag der Stadt vom Regierungspräsidenten für die Wohnbereiche von Flörsheim, Weilbach und Wicker ein Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen verfügt worden, schreiben sie. Dies habe für die Bevölkerung damals eine große Entlastung mit sich gebracht. Insbesondere der damalige starke Verkehr von und zum Tanklager im Flörsheimer Gewerbegebiet und von und zur Kreismülldeponie in Wicker sei dadurch ein für alle Mal von den Wohnbereichen ferngehalten worden.

Tatsache sei aber auch, dass es immer wieder zu Verstößen gegen dieses Durchfahrtsverbot komme. Deswegen fordere die CDU seit Jahren erheblich strengere und häufigere Verkehrskontrollen durch die Polizei. Auf der anderen Seite müsse aber auch immer wieder geprüft werden, ob die bestehende Ausschilderung des Durchfahrtsverbots nicht noch zu verbessern sei. Deswegen dieser Antrag, mit dem eine große Lücke in der Ausschilderung des Schwerlast-Durchgangsverbots endlich geschlossen werden soll. In diesem Zusammenhang fänden sie es auch sehr seltsam, dass sich, wie sie herausgefunden haben, zwar auf der A 66 vor der Ausfahrt Weilbach ein Schild befindet, das auf eine LKW-Sperrung von Hofheim und Kelkheim hinweist, aber die Sperrung der Flörsheimer Ortsdurchfahrten verschweigt.

Antrag der CDU-Vertreter im Ortsbeirat Flörsheim-Weilbach

Einrichtung von Hinweisen auf der Autobahn A 66 auf die Sperrung von Flörsheim, Weilbach und Wicker für den Schwerlast-Durchgangsverkehr

Beschluss:

Der Ortsbeirat empfiehlt dem Bürgermeister als Ortspolizeibehörde, bei den zuständigen Behörden darauf zu drängen, dass möglichst bald schon auf der A 66 darauf hingewiesen wird, dass für die Gesamtstadt Flörsheim ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr besteht. Dies könnte z. B. wie folgt geschehen:

  • aus Richtung Frankfurt vor der Ausfahrt „Hofheim-Marxheim, Flörsheim-Weilbach“ und
  • aus Richtung Wiesbaden vor der Ausfahrt Weilbach.

Begründung:

Vor vielen Jahren wurde auf Antrag der Stadt Flörsheim am Main vom Regierungspräsidenten für die Wohnbereiche von Flörsheim, Weilbach und Wicker ein Durchfahrtsverbot für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen – Anlieger frei – verfügt. Dies hat für die Stadt eine spürbare Entlastung mit sich gebracht. Insbesondere der damalige starke Verkehr von und zum Tanklager im Flörsheimer Gewerbegebiet und von und zur Kreismülldeponie in Wicker wurde dadurch endgültig aus unseren Wohnbereichen ferngehalten. Tatsache ist aber auch, dass es immer wieder zu Verstößen gegen dieses Durchfahrtsverbot kommt. Deswegen fordern wir seit Jahren erheblich strengere Verkehrskontrollen durch die Polizei. Es muss andererseits aber auch immer wieder geprüft werden, ob die bestehende Ausschilderung des Durchfahrtsverbots nicht noch zu verbessern ist.

Wir schlagen deshalb mit diesem Antrag vor, bereits auf der Autobahn A 66 Hinweise auf die Sperrung unserer Wohnbereiche für den Schwerlast-Durchgangsverkehr anzubringen, um so zu erreichen, dass diese LKWs gar nicht erst von der Autobahn herunterfahren und dann am Ortseingang von Weilbach ankommen. Dies halten wir für dringend notwendig und dies wird mit Sicherheit auch einen entsprechenden Erfolg mit sich bringen.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass sich auf der A 66 aus Richtung Wiesbaden vor der Ausfahrt Weilbach ein Schild befindet, das zwar auf eine LKW-Sperrung von Hofheim und Kelkheim hinweist, aber die Sperrung unserer Ortsdurchfahrten seltsamerweise nicht eingeht.

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Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, GALF, dfb und FDP in der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung

Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplans für die kleine
Umgehung Weilbach

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Flörsheim am Main beauftragt den Magistrat, für den Verlauf der so genannten kleinen Umfahrung Weilbachs einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan zu erstellen und diesen der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. Dieser soll die im Ortsbeirat Weilbach und in der Verkehrskommission beschlossene Variante der kleinen Umgehung von der Raunheimer Straße/Industriestraße bis zur Anbindung an die Bundesautobahn A 66 sowie die Prüfung einer Anbindung dieser Variante an die Rüsselsheimer Straße/B 519 beinhalten. Über das Ergebnis möge in der Verkehrskommission sowie im Bau-, Verkehr- und Umweltausschuss berichtet werden.

Begründung:

Durch den Bürgerentscheid wurde die große Umgehung abgelehnt. Die nun praktikablen Maßnahmen zur effektiven Verkehrsentlastung wurden und werden in der Verkehrskommission konzentriert. Als eine der ersten beschlossenen Maßnahmen aus dem Ortsbeirat Weilbach liegt nun die so genannte kleine Umgehung Weilbach vor. Um die planerischen Voraussetzung zu schaffen, bitten wir Fraktionen in der Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung gemeinsam den Magistrat, einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan inkl. Prüfung der Anbindung auf der Strecke zwischen Raunheimer und Rüsselsheimer Straße/B 519 in den Geschäftsgang der städtischen Gremien zu bringen.

Flörsheim am Main, den 3. November 2010

Marcus K. Reif                                                              
CDU-Fraktionsvorsitzender

Gerd Mehler
SPD-Fraktionsvorsitzender

Renate Mohr
GALF-Fraktionsvorsitzende

Thomas Probst
dfb-Fraktionsvorsitzender

Thorsten Press
FDP-Stadtverordneter

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Pressespiegel:

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VERKEHR Neue Ampelanlage ist umstritten / Einigkeit über Neugestaltung der Mainzer Straße

(elf). Nachdem bei der Ortsbeiratssitzung in Weilbach viele Bürger ihren Sorgen und ihrem Unmut Luft gemacht hatten (wir berichteten), hielt sich die Resonanz auf das Angebot der CDU, im offenen Gespräch über unerträgliche Verkehrsbelastungen in Weilbach zu reden, in Grenzen.

In kleiner Runde wurde im Gasthaus „Engel“ dennoch erneut debattiert, was überhaupt machbar ist, um den Ortsteil zu entlasten. Ziemlich einig war man sich, dass mit dem Ausbau der Straße zwischen Wicker und Weilbach die Chance genutzt werden müsse, die Mainzer Straße neu zu gestalten. Doch schon an der Kreuzung Rüsselsheimer Straße kam deutlich die Ablehnung der vorgeschlagenen Linksabbiegerspuren zum Ausdruck.

Wissen von Verkehrsexperten wird gefordert

Werde jede Ampel aus den drei Richtungen abwechselnd auf Grün geschaltet, brauche man diese Abbiegerspuren nicht, waren sich alle einig, stellten aber zugleich infrage, ob eine Ampelanlage generell für eine verbesserte Verkehrssituation sorgen könne. „Von den Planern wurden bisher keine Zahlen auf den Tisch gelegt“, war ein Kritikpunkt und hatte die Forderung nach einer Informationsveranstaltung mit Verkehrsexperten zur Folge.

Unverständnis wurde zudem geäußert, dass der Ortsbeirat sich habe unter Zeitdruck setzen lassen und den Plänen einstimmig zugestimmt habe. Doch hier griff auch das Gegenargument, dass die Zustimmung einerseits deshalb erfolgte, weil damit Fristen für die Beantragung für Zuschüsse eingehalten wurden und zudem der Ortsbeirat kein Gremium sei, das Entscheidungsbefugnis habe.

Ansonsten waren kämpferische Vorschläge, wie den Ort nachts mit Pollern und Schranken für den Lkw-Verkehr dicht zu machen, ebenso zu hören wie resignative Fragen: „Können wir überhaupt etwas bewirken, wo es sich doch um Bundes- und Landesstraßen handelt? Was sollen wir in der Verkehrskommission denn machen, wenn überall übergeordnete Gesetze greifen und das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) das Sagen hat? Ist vieles vielleicht schon beschlossene Sache, was uns von Bürgermeister Michael Antenbrink noch als Entscheidungsgrundlage ‚verkauft‘ wird?“

Für CDU-Fraktionschef Marcus Reif haben diese öffentlichen Treffen der „Weilbacher Gesellschaft“ durchaus Sinn. Sie finden in der Regel an jedem vierten Dienstag im Monat statt und sollen die Politik aus den Hinterzimmern herausholen. „Wir wollen ansprechbar und dialogbereit sein“, erklärte er und wies darauf hin, dass man seit der Gründung dieses offenen Gesprächeskreises vor gut zwei Jahren stets Themen behandelt habe, die für die Bevölkerung vor Ort wichtig sind, von Umgehung bis Flughafenausbau, von Keltenstraße bis U 3-Betreuung. Hier seien auch bürgernah viele Anregungen für Anträge im Ortsbeirat entstanden.

Quelle: Main-Spitze vom 11.08.2011

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Flörsheim / Anwohner der Rüsselsheimer Straße wehren sich dagegen

Anwohner der Rüsselsheimer Straße wehren sich dagegen, dass nach Beendigung der Baumaßnahmen an der Kreuzung Mainzer und Frankfurter Straße eine Ampelanlage mit Linksabbiegerspur geplant ist. Foto: Elke Flogaus

BÜRGERAKTION Weilbacher wehren sich gegen Ampelkreuzung mit Linksabbiegerspur

Der Unmut über die derzeitige Verkehrssituation und künftige Planungen wird in Weilbach immer lauter. Mit Unterschriftensammlungen wird dem Protest Ausdruck verliehen, sei es gegen die Verkehrsproblematik durch die Sperrung der Frankfurter Straße, sei es gegen Planungen für eine Ampelkreuzung mit Linksabbiegerspuren im Bereich Frankfurter, Mainzer und Rüsselsheimer Straße.

So machte sich Klaus-Günter Badeck zum Sprecher zahlreicher Bürger, wenn er die Sperrung der Frankfurter Straße mit innerörtlicher Umleitung als „verkehrstechnisch unausgewogene Lösung“ bezeichnet und eine absolute Sperrung Weilbachs für den Durchgangsverkehr während der Baumaßnahmen fordert. Unter dem Motto „Weilbach wehrt sich“ steht zudem auf dem Forderungskatalog ein „sofortiges nächtliches Durchfahrverbot für jedweden Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen“, ein Ende des Ausbaus der Gewerbeansiedlungen, solange es keine nötige Infrastruktur zum Schutz der Bürger gebe und ein Stopp für Schwerverkehr aus den Gewerbegebieten Okriftel und Eddersheim für ihre Fahrt durch Weilbach auf die Autobahn.

Ebenso engagiert sammelten Anwohner der Rüsselsheimer Straße Unterschriften gegen die Verbreiterung der B 519 vor ihrer Haustür auf drei Spuren mit Linksabbiegerspur, damit verbunden die Verkleinerung der Grünzone am Kriegerdenkmal und eine Ampelanlage an der Kreuzung zur Frankfurter und Mainzer Straße. „Da wurde einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden“, ärgerten sich die Initiatoren Andreas Steba, Werner Buch und Sven Reimus und nahmen Bezug auf die Sondersitzung am 20. Juni, bei der der Ortsbeirat sich einstimmig für die dargestellte Planung aussprach.

Anliegerkosten sorgen für weiteren Ärger

Als Argumente für ihre Protesthaltung nennen sie, dass die große Kreuzung noch mehr Verkehr anlocke, die Lebensqualität der Anwohner erheblich herabgestuft werde und das ohnehin wenig ansprechende Ortsbild von Weilbach noch weiter verschandelt werde. Auch gegen Anliegerkosten bei einer Maßnahme, die sie nicht befürworten, wehren sie sich und halten die Ampelkreuzung sowieso für überflüssig, wenn die „kleine Umgehung Weilbach“ kommt. Dass allerdings diese kleine Umgehung bisher reiner Wunschgedanke ist und bei einer Realisierung diese Kreuzung in keiner Weise entlastet, war den 41 Unterzeichnern der Unterschriftenliste offensichtlich nicht klar.

Wegen der momentanen Urlaubssituation konnten keine Stellungnahmen des Ortsvorstehers Heinz Lauck (CDU) und von Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) eingeholt werden. Dafür stand SPD-Parteivorsitzender Wolfgang Pokowietz der „Main-Spitze“ Rede und Antwort und erinnerte daran, dass bereits vor zehn Jahren über Verbesserungen der Kreuzungssituation nachgedacht worden war, aber der Platz für einen Kreisel nicht ausreichte. Außerdem wies er darauf hin, dass es sich bisher nur um eine grundsätzliche Zustimmung gehandelt habe, um Antragsfristen für Fördermittel einzuhalten, damit aber noch nichts entschieden sei. „Ich halte die vorgebrachten Bedenken für unbegründet, aber mit dem Thema muss man sich noch weiter auseinandersetzen“, stellte der SPD-Politiker abschließend fest.

Ähnlich argumentierte auch Marcus Reif, CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzender, der wie Pokowietz als Weilbacher Bürger die Situation vor Ort erlebt. „Es sind noch viele Fragen offen und es gibt auch innerhalb der Partei unterschiedliche Ansichten“, nahm er zu dem Thema Stellung und bekannte sich persönlich als Befürworter, obwohl er „keine Ahnung von Verkehrsstrategien“ habe. Deshalb plädierte er für einen Dialog mit den Menschen, die Bedenken haben und deren Bedenken man ernst nehmen müsse. Für entsprechende Aufklärung, warum diese Verkehrsmaßnahmen Sinn machen, sollten auf jeden Fall Fachleute zu Wort kommen. Außerdem machte auch er deutlich, dass in dieser Frage noch nichts entschieden sei, solange die Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung noch kein Votum abgegeben haben.

Quelle: Main-Spitze vom 25.07.2011

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